Ein Unentschieden, dass sich wie eine Niederlage anfühlt

Wieder überragend - Robert Wetzel

Emsdetten. 

Sie hatten 60 Minuten leidenschaftlich gekämpft, sich in jeden Zweikampf gehauen und am Ende standen die Handballfreunde Springe heute beim 22:22 in Emsdetten fast mit leeren Händen da. Obwohl die Mannschaft auch im zweiten Auswärtsspiel in Folge wieder einen Zähler entführt hatte, wollte keine richtige Freude aufkommen. Eine Sekunde fehlte zum ersehnten ersten Auswärtssieg.

Lange 70 Sekunden durfte Emsdetten den letzten Angriff ausspielen, ehe Jasper Adams den Ball in den Winkel drosch. Quälend „Den kann man besser festmachen“, ärgerte sich Manager Dennis Melching, der am Ende das Positive sah: „Man darf das aber jetzt nicht schlecht reden. Unsere Serie hat gehalten und mit 2:2 Punkten am Wochenende können wir leben.“

Obwohl Emsdetten nach 24:44-Klatsche am Freitag in Hagen diesmal wesentlich aggressiver zu Werke ging und mit 4:2 (6.) den besseren Start erwischte, gaben die Deisterstädter vor 1330 Zuschauern in der Emshalle überraschend den Ton an. „Die Abwehr und Robert Wetzel haben super gearbeitet“, lobte Melching. Über 5:4 (10.) und 10:7 (17.) zog Springe auf 13:8 (24.). Statt den Vorsprung zu erhöhen, kassierte man in den letzten 69 Sekunden der ersten Hälfte noch drei Gegentore.

Nach Wiederanpfiff benötigte der ehemalige Bundesligist wieder nur 96 Sekunden, um die Partie zum 14:14 auszugleichen. Es spricht für das neue Selbstvertrauen der Handballfreunde, dass man nicht einbrach, sondern zurückschlag und nach dem Doppelschlag von Coors und Nils Eichenberger wieder 16:14 (36.) vorne war. Leider gelang es nicht, daraus Kapital zu schlagen. „Wir haben im Angriff zu langsam agiert“, bemängelte Melching. Obwohl sich dem 21:19 (51.) von Lukas Ossenkopp die Kräfte nachließen vorne nichts mehr ging, kämpfte die Mannschaft weiter mit viel Leidenschaft. Bitter, dass die nicht belohnt wurde und der letzte Wurf Emsdettens doch noch den Weg in die Maschen des Springer Tores fand.

Melching blickte dennoch nach vorne. „Wir müssen jetzt am Angriff arbeiten und sehen, dass am Sonnabend in Henstedt der erste Auswärtssieg gelingt.“

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland, Maximilian Kolditz (2), Nils Eichenberger (4), Tim Coors (4), Arek Bosy (4), Jannis Fauteck, Fabian Hinz (3), Faruk Halilbegovic, Lukas Ossenkopp (4), Maximilian Schüttemeyer, Hendrik Pollex, Oliver Tesch (1), Pawel Pietak.

pf, 21.02.2016, 20:03
Redakteure LON

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