Die Euphorie ist schon wieder dahin

Maxi KolditzOliver Tesch sorgte mit dem 24:25 nochmal für Hofffnung

Springe. 

Mit der Schlusssirene gelang Maxi Kolditz vom Siebenmeterpunkt zwar noch sein zehnter Treffer, wirklich freuen konnte sich Springes Linksaußen darüber nicht mehr. Feiern taten nämlich die Gäste aus Henstedt, die mit 28:26 (11:11) beide Punkte aus der Halle an der Harmsmühlenstraße entführten. In den letzten dreieinhalb Minuten hatten die Handballfreunde nochmal alles versucht konnten dem Spiel aber keine Wende mehr geben.

„Ich bin heute sehr enttäuscht über die Leistung meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. In der Abwehr haben wir keinen Zugriff bekommen und zu viele leichteTore zugelassen“, war Trainer Sven Lakenmacher bedient.

Dabei hatte das Spiel gut begonnen. Mit dem Schwung des 27:22 gegen Emsdetten wollten die Gastgeber unbedingt den zweiten Heimsieg. Henstedt erwischte zwar den besseren Start und ging mit 4:2 in Führung, doch dann drehte Springe vor 483 Zuschauern auf und die Partie binnen acht Minuten durch Kolditz, Oliver Tesch und Tim Coors zum 8:4. Die Fans tobten. Tim Coors (15.) und Kapitän Jannis Fauteck (17.) hatten sogar die Chance zu erhöhen, scheiterten aber Pfosten bzw. Gästetorhüter Jan Peveling. Der Angriffsschwung der Deisterstädter war damit dahin. Auch die Auszeit von Trainer Sven Lakenmacher konnte nicht verhindern, dass es mit 11:11 in die Pause ging.

In der Kabine hatte Lakenmacher offenbar die richtigen Worte gefunden. Die ersten beiden Tore erzielten zwar die Gäste, doch wie schon im ersten Durchgang brauchte Springe nur fünf Minuten, um sich die Führung mit 15:13 zurückholte. Als Nils Eichenberger nach einem Tempogegenstoß beim Stand von 17:16 nur den Pfosten traf (38.) kippte das Spiel zum zweiten Mal. Sieben Minuten blieb Springe ohne Tor und geriet mit 17:19 (45.) in Rückstand. Lakenmacher versuchte in der Folge alles. Bis auf Maxi Kolditz, der schon in der Vorwoche von der Fachzeitschrift Handballwoche in die „Sieben der Woche“ gewählt wurde, blieb im Springer Angriff vieles Stückwerk. „Maxi war der einzige der gebrannt hat“, stellte Lakenmacher ernüchtert fest. Weil die Gastgeber die entscheidenden Zweikämpfe verloren, änderte sich am Rückstand nichts mehr. Als Kreisläufer Oliver Tesch in der 54. Spielminute zum 24:25 traf, lag ein Punktgewinn noch im Bereich des Möglichen, doch die Gäste agierten in der Schlussphase clever und Jens Thöneböhn machte mit dem 28:25 (57.) den Sack zu.

Lakenmacher richtete den Blick trotzdem schnell nach vorne, denn schon Sonntag geht es in Dormagen weiter: „Wir haben jetzt einen Tag Pause, an dem wir ein wenig regenerieren können und uns vorbereiten können. Wir müssen den Kopf wieder hochnehmen. Die Jungs haben die Möglichkeit. ein besseres Spiel zu machen."

Springe: Wetzel, Wendland; Colditz (10/2), Eichenberger (2), Coors (4), Bosy (1), Fauteck (3), Schüttemeyer, Kastening, Herbold (1), Ossenkopp (1), Pollex, Tesch (4).

pf, 26.09.2015, 01:10
Redakteure LON

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