Der Tabellenführer ist eine Nummer zu groß

Pawel Pietak feierte nach seinem Muskelfaserriss ein ordentliches Comeback

Erlangen. 

Am Ende ist der Favorit eine Nummer zu groß gewesen. Springes Co-Trainer Slava Gorpischin war heute Abend nach der 21:29 (8:15)-Niederlage bei Tabellenführer HC Erlangen trotzdem zufrieden: „Die Jungs haben sich gut präsentiert. Das war in Ordnung.“

Die Handballfreunde hatten zwar eine Anfahrt von 450 Kilometern in den Knochen und waren wegen eines Staus erst 45 Minuten vor dem Spiel in der Halle, begannen vor 2513 Zuschauern in der Arena Nürnberg aber mutig und hatten den 0:3-Fehlstart spätestens beim 5:7 (13.) weggesteckt. Obwohl Gorpishin danach durchwechselte, um die Belastung im Hinblick auf das wichtige Spiel morgen (17 Uhr, Rattenfängerhalle in Hameln) gegen Neuhausen zu verteilen, „gab es keinen Qualitätsverlust.“ Trotzdem hielt Springe nur bis zum 7:9 (22.) von Maxi Kolditz mit. Dann erhöhte Erlangen die Schlagzahl. „Da hatten wir bei einigen Würfen auch ein bisschen Pech“, befand Gorpishin.

Erlangens Torhunger war mit dem 15:8 beim Gang in die Kabinen noch nicht gestillt. Im Gegenteil, der designierte Zweitligameister zog nach Wiederanpfiff auf 21:11 (39.) davon. Doch die Handballfreunde wehrten sich und verkürzten in der Schlussphase von 12:23 (48.) bis zum Endstand. „Alles gut. Das war das, was zu erwarten war“, sagte Manager Dennis Melching.

Nicht nur seine volle Konzentration gilt jetzt der Partie am Sonntag. Deshalb wird am Sonnabend nachmittags trainiert, „um uns vorzubereiten“, so Gorpischin. Nachdem die Konkurrenten TuS Ferndorf (25:26 gegen Wilhelmshaven) und HG Saarlouis (29:29 in Hamm) ebenfalls nicht gewinnen konnten, hat Springe die große Chance, zum ersten Mal die Abstiegsplätze verlassen. Wie bei der Gala-Vorstellung an Ostern gegen Essen sollen die Fans ihre Mannschaft in der Rattenfängerhalle zum Sieg brüllen.

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland; Maximilian Kolditz (3/2), Nils Eichenberger (1), Tim Coors (5), Arek Bosy (1), Jannis Fauteck, Fabian Hinz (3/2), Lukas Ossenkopp (3), Maximilian Schüttemeyer (1), Hendrik Pollex (1), Oliver Tesch (2), Pietak (1).

uw, 22.04.2016, 22:49
Redakteure LON

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