Deftige Packung für die Handballfreunde

Hameln. 

Zum ersten Mal spielte Zweitligaaufsteiger Handballfreunde Springe heute Abend gegen die HSG Nordhorn an neuer Heimspielstätte in der Rattenfängerhalle in Hameln und enttäuschte die 703 Zuschauer bei der verdienten 21:34 (9:18)-Klatsche auf ganzer Linie.

Dabei hatte das Spiel nach Wunsch begonnen. Wie gefordert ging Springe bissig in der Abwehr zu Werke. Hendrik Pollex und Maxi Kolditz nutzen zwei Ballgewinne per Tempogegenstoß zur 3:1-Führung (5.). Statt diese auszubauen, verballerten Kolditz und Jannis Fauteck drei Topchancen.

Die Handballfreunde verloren in der Folge völlig die Linie, die Verunsicherung war in jeder Aktion zu spüren. Fehler reihte sich an Fehler, der Rückraum war praktisch nicht auf dem Feld. Die Gäste von der holländischen Grenze bestraften dies ein ums andere Mal per Tempogegenstoß, zehn waren es vor der Pause. So war der Drops beim 4:15 (21.) praktisch gelutscht. Für den überforderten Mustafa Wendland kam im Tor Robert Wetzel, der am Freitag im Training umgeknickt (vermutlich Außenbandriss) war. Seine Mitspieler fanden jetzt zwar etwas besser ins Spiel, ein echtes Aufbäumen blieb jedoch Fehlanzeige. Als Fauteck und Kolditz in Überzahl auf 15:23 (38.) verkürzten, keimte Hoffnung, doch Nordhorn schlug brutal zurück und beim 16:29 (46.) war endgültig der Deckel auf dem Spiel.

Am Freitag geht es nach Rimpar. In dieser Verfassung droht die nächste Klatsche. Zeit, dass die Verletzten Nils Eichenberger, Pawel Pietak und Fabian Hinz zurückkehren. Sollte sich bei der Untersuchung am Montag der Bänderriss bei Robert Wetzel bestätigen, „bin ich drei Wochen raus“, stellte der Torwart enttäuscht fest.  

Springe: Wetzel, Wendland; Colditz (6/4), Coors (3), Bosy (2), Fauteck (3), Schüttemeyer (2), Kastening, Herbold, Ossenkopp, Pollex (3), Tesch (1).

Trainer-Stimmen:

Sven Lakenmacher (Springe): „Ich bin schwer enttäuscht über die Niederlage und vor allem über die Art und Weise. Wir haben Nordhorn am Anfang in drei Minuten ins Spiel gebracht und dann viel zu viele Fehler gemacht. Das ist ein schwerer Gang für mich (vor die Presse). Der Trainer ist immer das schwächste Glied, aber die Spieler müssen mehr Verantwortung nehmen.“

Heiner Bültmann (Nordhorn): „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben alles umgesetzt. Grundlage war unsere überragende Abwehr und wir sind durch viele leichte Tore früh weggezogen.“

pf, 05.09.2015, 23:40
Redakteure LON

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