Altenhagen schrammt an der Sensation vorbei

Pechvogel: Andreas Tschöpe

Region. 

Der SC Hemmingen-Westerfeld hat sich heute mit dem 9:2-Sieg im Kellerduell gegen den TSV Fuhlen erstmal ein Polster auf die Abstiegszone verschafft. Obwohl der Aufsteiger "underdog" angereist war, gingen die Hausherren mit allem Einsatz in die Begegnung. Wichtig: die 2:1-Führung nach den Doppeln, wobei Claus Gottschlich und Philipp Schütze gegen das Spitzendoppel bei 2:0 Sätzen und 5:3 im Fünften den dritten Punkt auf dem Schläger hatte. Hendrik Fahlbusch (gegen Niklas Wellmann), Martin Scholz (gegen Lukas Nowag) und Claus Gottschlich (gegen Carsten Teigeler) legten jedoch nach und stellten den beruhigenden 5:1-Zwischenstand her. Markus Schulze Schütze als Ersatz für den pausierenden Guido Hehmann (11:9 im fünften Satz) erhöhten vorentscheidend auf 7:2.

Spätestens da, war die bittere 6:9-Niederlage vom Vortag gegen den TTV Seelze vergessen. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Sprecher Burghard Oestreich, der mitansehen musste, wie die Gäste nach den Eingangsdoppeln mit 2:1 in Führung ging. Insbesondere Guido Hehmann und Markus Schulze fanden zur keiner Zeit ins Spiel. Auch Henrik Fahlbusch uns Martin Scholz mussten das für Oestreich „bessere Spiel der Gäste“ anerkennen – 1:4! Guido Hehmann in einem verloren geglaubten Spiel nach Abwehr von vier Matchbällen bei 6:10 im finalen Abschnitt hauchte dem Spiel der Hemminger wieder Leben ein. Zwar siegte auch Gottschlich, doch nach Niederlagen von Claas Märtens und Markus Schulze war der alte Abstand wieder hergestellt. Hemmingen gab sich jedoch nicht auf und schlug durch Fahlbusch, Scholz und Hehmann zum 6:6 zurück. Damit war das Pulver verschossen, denn Gottschlich, Märtens (haderte mit den doch recht zahlreichen Netzbällen seines Gegners) und Markus Schulze mussten die Seelzer Siegpunkte hinnehmen.

Der SV Altenhagen hat in der Bezirksoberliga gegen Hannover 96 II die Sensation verpasst. „Wir hatten bei 7:4 eine Überraschung auf der Kelle“, ärgerte sich Kapitän Kolja Abendroth, dass der bis dato ungeschlagene Tabellenführer doch mit 9:7 beide Punkte entführte. „Wir hätten für eine Schlagzeile sorgen können und dann geht das so bitter zu Ende“, rang Abendroth nach Worten. Andreas Tschöpe (5:11, 12:14, 15:13, 12:14) und der Kapitän selber (7:11, 14:12, 8:11, 11:8, 4:11) hatten die Chance zu erhöhen, scheiterten aber auch ein Stück weit an ihren Nerven. „Insgeheim hatten wir auf Helge Rösner gesetzt, dass wir zumindest einen Punkt holen“, berichtete Abendroth. Doch es sollte nicht sein und im Schlussdoppel blieben Friedrich Blume und Martin Emrich in drei Sätzen chancenlos. Dabei hatte das Spiel mit einer 2:1-Führung nach den Eingangsdoppeln perfekt begonnen. Und Altenhagen blieb am Drücker, denn Eric Engelhardt, Tschöpe, Rösner und Abendroth erhöhten auf 6:3. Als Friedrich Blume das 7:4 nachlegte, schien zumindest ein Punkt im Sack. „Jetzt folgt eine richtig spannende Rückserie“, blickte Abendroth schon wieder nach vorne.

uw, 29.11.2015, 21:57
Redakteure LON

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