"Wir schaffen das - nur es dauert"

Pattensen. 

Was machen die Vertreter des Projektes First Guide und an wen richtet sich das Angebot? Diese und weitere Fragen wurden Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, und Bürgermeisterin Ramona Schumann von den Teilnehmern vom Jobcenter, dem Netzwerk für Flüchtling Pattensen sowie der Volkshochschule, den First Guide Vertretern und Schutzsuchenden beantwortet.

"First Guide hat es sich zur Aufgabe gemacht meist minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge bei ihrem Start in Ausbildung und Beruf zu unterstützen", erklärte Margarete Sigwart vom Projekt. Wie geht es weiter und welche Möglichkeiten und Chancen bieten sich im Ausbildungsbereich? Das Projekt selber wurde vom Jobcenter der Region Hannover ins Leben gerufen. Ziel ist es, Flüchtlinge auf die Arbeit vorzubereiten und sie auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

„Wir fahren direkt in die Unterkünfte der Schutzsuchenden, um sie vor Ort zu beraten. So haben wir auch gleich ein Problem gegen weite Wege gefunden“, erklärte Margarete Sigwart. Bisher habe das Projekt mehr als 100 Menschen erreicht erfolgreich auf ihrem Weg begleitet. Taghrid Salem vom Projekt First Guide ist vom Projekt überzeugt: „Wir müssen direkten Kontakt zu den Asylbewerbern und Flüchtlingen aufnehmen. Nur so können wir herausfinden, was sie für Bedürfnisse haben.“ Auch der Unternehmer Werner Gotterströter erklärte, dass mit kleinen Schritten das Ziel, Flüchtlinge in die Arbeitswelt zu integrieren, gelingen kann.

Was nun noch fehlt, seien die Deutschkurse. Diese sind nötig, um sich am Arbeitsplatz oder bei der Ausbildung verständigen zu können. Eine Frau aus Syrien würde gerne in Deutschland studieren, wartet allerdings seit ihrer Ankunft im Dezember letzten Jahres auf einen Deutschkurs. Nahles erklärte, dass zurzeit Kapazitätsprobleme die Erweiterung der Kurse verhindern. Doch bis zum Frühjahr 2017 soll die Anzahl von 20.000 auf 200.000 Deutschkurse steigen, so Nahles. Auch Bürgermeisterin Ramona Schumann erklärte, dass vor Ort bereits viel über ehrenamtliche Kräfte ermöglicht wird. Dafür bedankte sich die Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

cms, 11.08.2016, 19:27
Redakteure LON

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