Sanierung der Grundschule: Projekt ist „nicht ins Stocken geraten“

Pattensen. 

Die Grundschule Pattensen-Mitte braucht aufgrund steigender Schülerzahlen seit Jahren mehr Platz, finden die Vorsitzende des Elternrats, Anja Biber, und ihr Stellvertreter, Georg Thomas. Zudem weise das „jüngste“ Gebäude der Schule, Baujahr 1965, etliche Probleme auf. Die Fassade ist laut einem Gutachten einer Spezialfirma asbesthaltig und es gebe Brandschutzmängel. „Wir haben uns an die Bürgermeisterin gewandt, um endlich Klarheit über einen möglichen Baustart zu bekommen“, so Georg Thomas. Der Schulelternrat hatte unter anderem rund 750 Unterschriften Pattenser Bürger gesammelt, die damit nachdrücklich die Maßnahme einforderten. „Nachdem der Rat im Frühjahr 2015 für die Sanierung und Erweiterung gestimmt hatte, dachten wir eigentlich das Thema sei durch“, erinnert sich Georg Thomas. Doch ganz so einfach sei das nicht, wie Erster Stadtrat Axel Müller berichtete. Wie die Verwaltung auf Nachfrage von Thomas mitteilte, beruhte der erste Ratsbeschluss „auf einer Vorplanung, die lediglich eine Grundlagenermittlung sowie eine erste Umsetzung des zuvor beschlossenen Raumprogramms beinhaltete“. Hier sollte ein Eindruck über die Realisierbarkeit sowie über die ungefähren Kosten erhalten werden. „Nach erfolgtem Ratsbeschluss mussten dann die weiteren Planungsphasen ausgeschrieben werden. Aus vergaberechtlichen Gründen musste die Ausschreibung der Ingenieurleistungen europaweit erfolgen“, teilte die Verwaltung mit. Die weitergehenden Untersuchungen forderten ebenfalls Zeit. „Das Projekt ist also keinesfalls ins Stocken geraten, sondern wurde kontinuierlich weiterverfolgt. Allerdings benötigt ein solch umfangreiches Projekt mit einer ganzen Reihe schwieriger Detailfragen auch gewisse Planungs- und Bearbeitungszeiten“, so die Verwaltung. Auch die Öffentlichkeit wurde über den Planungsstand aufgeklärt. Neben einer öffentlichen Druckvorlage, wurden im Bau- und Schulausschuss sowie im Rat über den Stand berichtet.

Später wurden die Elternvertreter über einen neuen Plan für die Grundschule informiert, so Biber und Thomas. Die Turnhalle solle neugebaut und in diesem Gebäude auch Mensa und Lehrerzimmer untergebracht werden. Wie Bürgermeisterin Ramona Schumann Mitte April informiert haben soll, wies das Fundament der Turnhalle Risse auf. Durch die neuen Pläne seien die Kosten von sechs auf neun Millionen Euro gestiegen. Diese Neuplanung wurde laut Verwaltung „in einem sehr frühen Stadium mit der Schulleitung erörtert“. Seither habe es immer wieder Gespräche gegeben. Im Juni segnete der Rat dann die neuen Pläne ab. „Wir hatten die Hoffnung, dass die Arbeiten dieses Jahr noch starten“, erklärte Anja Biber. Die Verwaltung selber rechnet allerdings mit einem Baubeginn im April oder Mai. „Ein früherer Baubeginn wird voraussichtlich nicht möglich sein, da für die erste Bauphase unter anderem Eingriffe in die Heizungsanlage erforderlich sein werden“, so die Verwaltung.

„Im Oktober soll es für die Schulleitung, die Eltern- und Schülervertretung eine Präsentation über die Planungen geben“, berichtete Müller. Im ersten Bauabschnitt sei geplant, die Sporthalle abzureißen. Hier rechnet Müller mit einer Dauer von vier bis sechs Wochen. Bis Ende 2017 soll spätestens der Rohbau stehen. Der Neubaukomplex soll bis zum Ende der Sommerferien 2018 fertiggestellt sein. „Auch die Klassentrakte sollen möglichst in den Sommerferien 2018 saniert werden“, erklärte der Erste Stadtrat zum Abschluss. Eine Bauverzögerung habe es nicht gegeben. Die Planungen liegen immer noch im vorgegebenen Zeitraum, so Müller abschließend.

cms, 07.09.2016, 12:40
Redakteure LON

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