Pattensen-Mitte-Nord: Baugrenzen sind verschoben

Ein Fehler bringt jetzt den Grundstückseigentümern des dritten Bausabschnittes des Baugebietes Pattensen-Mitte-Nord Probleme.

Pattensen. 

"Es ist kein erfreuliches Thema und wir wissen noch nicht, wie es weiter gehen wird", erklärte Andrea Steding von der Verwaltung der Stadt Pattensen. Grund ist das Baugebiet Pattensen-Mitte-Nord, genauer gesagt, der dritte Bauabschnitt und Teile des zweiten Abschnittes. Denn hier bekommen die Grundstückseigentümer jetzt ein Problem: Wie Steding mitteilte, sind die Baugrenzen verschoben.

"Der Bebauungsplan ist vom Rat beschlossen worden und somit geltendes Ortsrecht", erklärte Steding. Die Firma Werretal habe ein Vermessungsbüro beauftragt, was nach den Regeln des B-Plans die Baugrenzen vermessen und die Daten an das Katasteramt weitergeben sollte. Hier passierte der entscheidende Fehler. "Bei uns meldete sich ein Bauherr, der ein Grundstück bei uns erworben hatte. Sein Architekt hat ihn darauf hingewiesen, dass die Baugrenzen verschoben sind und er nicht so bauen kann, wie er es geplant hat." Mit den Unterlagen des Vermessungsbüros zeigte sich bei den Mitarbeitern der Verwaltung schnell, dass hier ein eindeutiger Fehler vorlag. Betroffen sind neben einigen Grundstücken auch städtische Grünflächen, Versorgungsleitungen und Straßen. Einige Baugrenzen reichen jetzt laut den Unterlagen vom Vermessungsbüro bis in Flächen rein, die gar nicht bebaut werden dürfen. "Das ist ein Problem und wir wissen noch nicht, welche Auswirkungen das haben wird", so Steding. Einen ersten Schritt hat die Stadt aber bereits gemacht: Der Anwalt wurde eingeschaltet. "Das Vermessungsbüro hat uns mitgeteilt, dass die Angaben so gemacht wurden, wie sie von Werretal beauftragt wurden. Diese sind abweichend von dem B-Plan, den der Rat beschlossen hat. Das Vermessungsbüro erklärte, dass man davon ausgegangen sei, das alles mit der Stadt abgesprochen gewesen sei. Das war allerdings nicht der Fall." Wie es jetzt weiter gehen soll, weiß die Stadt selber noch nicht. Es wird nun nach Lösungen gesucht.


cms, 21.06.2016, 00:32
Redakteure LON

Kommentare

buerger2017 - , 22.06.16 22:27:
es wäre doch erstrebenswert, Personal einzustellen, dass in der Lage ist solche Fehler vorzeitig zu erkennen, bzw. erst gar nicht enstehen zu lassen.
Kommunalpolitisch kann ich nur sagen...Pattensen, nein Danke....

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