Leinebrücke: Beschwerde an die Behörde

Haben sich vor Ort den baulichen Zustand der Leinebrücke angesehen: Thorsten Krüger (rechts), Vorsitzender der SPD-Abteilung in Schulenburg, SPD- Ortsbürgermeisterkandidat Günter Kentsch und die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann.

Pattensen. 

Sie ist denkmalgeschützt und muss aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens regelmäßig saniert werden – die Rede ist von der Leinebrücke auf der L 460 bei Pattensen-Schulenburg, deren baulicher Zustand sich in jüngster Zeit verschlechtert hat. „Es gibt schon wieder massive Absenkungen“, sagte Thorsten Krüger, Vorsitzender der SPD-Abteilung in Schulenburg, am Dienstag bei einer Ortsbegehung im Beisein der für Pattensen zuständigen SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann und dem Schulenburger SPD- Ortsbürgermeisterkandidaten Günter Kentsch. Die Politiker nahmen die denkmalsgeschützte Brücke bei dem Ortstermin unter die Lupe und Krüger berichtete, viele Einwohner störten sich daran, dass sie auch von großen Lkw befahren wird, wodurch sich ihr baulicher Zustand schneller verschlechtere. „Es gibt den Wunsch, sie für den Verkehr zu sperren, so dass nur noch Radfahrer und Fußgänger erlaubt sind“, berichtete Krüger. Bei den schweren Rübentransporten sei es sinnvoll, sie nur noch für Ortsansässige per Ausnahmeregelung zu erlauben. Hier gebe es wenig Hoffnung, erklärte Lesemann, die bereits vor dem Termin im zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr angefragt hatte, welche Maßnahmen machbar sind. Das Ministerium habe darauf verwiesen, dass die 1752 erbaute Brücke eine von nur wenigen Leinequerungen vor Ort ist und die regionale Bedeutung der L 460 hoch sei. Laut einer Verkehrszählung des Ministeriums fahren 4000 Autos pro Tag über die Brücke. Eine Sperrung des Autoverkehrs würde deshalb zu großen Umwegen führen – vor allem den Landwirten wolle man das nicht zumuten, da die L 460 auch als Zubringer zur Zuckerrübenfabrik in Nordstemmen diene, habe das Ministerium betont. „Deshalb sind das Ministerium und die zuständige Landesbehörde bemüht, die Brücke für den regionalen Verkehr weiterhin zu erhalten“, sagte Lesemann. Um die Brücke dennoch zu entlasten, hatte die Behörde das zulässige Gewicht auf 18 Tonnen begrenzt und eine Ampel aufstellen lassen, so dass sie immer nur in einer Richtung gleichzeitig befahren wird. Über die Ampelschaltung gebe es jedoch regelmäßig Beschwerden von Verkehrsteilnehmer. Sie sei zu kurz getaktet, berichtete Krüger. Lesemann versprach, die Beschwerden an die Behörde weiterzugeben. Dennoch habe man den Zustand der Brücke mit den getroffenen Maßnahmen stabilisieren können, habe das Ministerium betont. Um weitere Erhaltungsmaßnahmen will sich die Behörde kümmern, man habe die Brücke im Auge. Durch die Auflagen des Denkmalschutzes seien allerdings keine großen baulichen Veränderungen möglich, auch wenn die Pflasterung der Brücke für die Verkehrsabwicklung nur bedingt geeignet sei und einer häufigen Sanierung bedürfe. „Hier gibt es Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde und der unteren Verkehrsbehörde, um eine verträgliche Lösung zu finden“, sagte Lesemann.

jög / Lesemann, 03.08.2016, 06:41
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?