Kapitalrücklage: Stadt will 650.000 Euro einzahlen

Pattensen. 

650.000 Euro will die Stadt Pattensen in die Kapitalrücklage der Wasserversorgung Pattensen einzahlen. Das Girokonto des Eigenbetriebes der Stadt liegt mit rund 837.000 Euro im Minusbereich (Stand 25. Januar 2016). Zwar wurde bereits ein Investitionskredit in Höhe von 200.000 Euro aufgenommen, dieser verringert den negativen Saldo jedoch nur. Eine abschließende Stellungnahme des Rates gibt es noch nicht. Die Ratsmitglieder einigten sich in der Sitzung auf eine Vertagung der Vorlage.

Laut Vorlage liegt die Ursache vor allem in den Entahmen der Stadt aus dem Eigenbetrieb im Jahr 2012. „Infolge der Umstellung der Stadt Pattensen auf die kommunale Doppik wurde beispielsweise versäumt, die Wassergebühren, die regelmäßig von der Stadt eingenommen wurden, zum Ende des Jahres 2008 vollständig und spitz abzurechnen und an den Eigenbetrieb Wasserversorgung auszuzahlen. Unter anderem dieses Versäumnis führte dazu, dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 einen negativen Saldo des Girokontos in Höhe von 630.000 Euro ausweist“, heißt es in der Vorlage. Zwar wurden 2013 die ausstehenden Wassergebühren ausgezahlt, die Zahlung war jedoch ertragswirksam. „Die Gewinn- und Verlustrechnung des Eigenbetriebs wies damit für das Geschäftsjahr 2013 Umsätze in fast doppelter Höhe aus. Wir mussten diese Zahlung daher im Rahmen der Abschlusserstellung für das Geschäftsjahr 2013 rückgängig machen, um überhaupt einen Abschluss erstellen zu können“, so weiter in der Vorlage. Das hatte jedoch die Folge, dass das Saldo nach wie vor im Minus liegt. Der Eigenbetrieb ist bisher zahlungsunfähig, was zur Folge hat, dass die Zahlungen derzeit aus dem Kassenkredit geleistet werden, da der Eigenbetrieb und die Stadt ein Girokonto als Verwaltungsgemeinschaftskonto führt.

cms, 17.07.2016, 00:24
Redakteure LON

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