Historie und Moderne gleichermaßen erhalten und fördern

Schulenburg. 

Der Erhalt der historischen Einzigartigkeit und Schönheit des Calenberger Landes ist dem Heimatbund ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund besuchte eine Gruppe, bestehend aus Vertretern des Heimatbundes Pattensen und Niedersachsen bereits Mitte Juni die historische Leinebrücke nahe Schulenburg.

Für das Landespräsidium nahm Wilfried Otto den Termin wahr, die Mitglieder des Heimatbundes Pattensen wurden durch Svenja Blume, Ortsbürgermeisterin von Schulenburg, Matthias Friedrichs, Ratsherr der Stadt Pattensen, sowie Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Erwachsenenbildung, Kultur und Sport und Heidi Friedrichs, Vorstandsmitglied, vertreten.

Vorausgegangen war eine kontroverse Debatte zwischen dem Heimatbund Niedersachsen und seines Pattenser Gremiums, betreffend der Änderung des Flächennutzungsplanes Schulenburg, Calenberger Mühle, beziehungsweise der öffentlichen Stellungnahmen dazu.

Direkt vor Ort konnten die Anwesenden hautnah die hohe Belastung der historischen Brücke, besonders durch ortsfremde Lastkraftwagen, an einem ganz gewöhnlichen Werktag miterleben. Kritisch fiel auf, dass das Tempolimit von zehn Kilometern pro Stunde von vielen Verkehrsteilnehmern einfach missachtet wurde.

Allerdings wirkte sich in keiner Weise der Verkehr zur und von der Calenberger Mühle auf die genannte Problematik aus. Die Fahrzeuge, die diese ansteuerten oder von dieser wieder abfuhren nahmen stets eine andere Route, wodurch sie nie mit der historischen Brücke auch nur in Kontakt kamen.

„Man kann klar und deutlich erkennen, dass eine Ablehnung des Flächennutzungsplanes keinerlei Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung der historischen Brücke hätte. Die Problematik bliebe die Gleiche, außer dass man noch unserer Stadt massiven Schaden zufügen würde.“, so Matthias Friedrichs (SPD), der sich selbst in den vergangenen Monaten in seiner Funktion als Ratsherr eingehend mit der Thematik beschäftigt hatte.

Der Pattenser Heimatbund stellte klar, dass er die Zustimmung von Rat und Ortsrat zur Erweiterung der Calenberger Mühle selbstverständlich auch weiterhin unterstützt. Dennoch ist man sich auch bewusst, dass diese einzigartige und historisch wertvolle Brücke dringend geschützt werden muss.

Man war sich einig, diese Problematik an die zuständigen politischen Stellen heranzutragen, um eine dauerhafte und für alle Seiten sinnvolle Lösung zu erreichen. Ebenso erhielt der Einwurf des Landespräsidiumsmitglieds Wilfried Otto breiten Anklang, der vorschlug, die Brücke in die Rote Liste des Heimatbundes für 2017 aufzunehmen.

„Wir haben hier in Schulenburg die wunderbare Möglichkeit Historie und Moderne gleichermaßen zu erhalten und zu fördern. Diese Chance sollte nicht sinnlos verstreichen, gerade auch im Gedenken an unseren viel zu früh verstorbenen Ortsbürgermeister Joachim Schneider, dem beide Dinge, Mühle und Brücke, sehr am Herzen lagen.“, so Svenja Blume (CDU), Ortsbürgermeisterin Schulenburgs und Nachfolgerin Schneiders im Amt.

red, 18.08.2016, 01:23
Redakteure LON

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