Was tun, wenn die Kita brennt?

Die Ortsfeuerwehr Laatzen simulierte einen Brand in einer Kita inklusive Vermisstensuche.

Laatzen-Mitte. 

Mit 42 Einsatzkräften und insgesamt acht Fahrzeugen rückte die Ortsfeuerwehr Laatzen am Mittwochabend zum Stadthaus am Marktplatz aus. Aus dem ersten Obergeschoss der Kindertagesstätte im Anbau zum Stadthaus quoll dichter Rauch. Alles sah nach einem Feuer aus, es handelte sich allerdings "nur" um eine Übung.

Bei Eintreffen der ersten Fahrzeuge wurde es noch einmal dramatischer: Übungsleiter Thomas Kitzhofer berichtete von sechs Vermissten in den Räumen. Sofort rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten aus und betraten die Kita durch den Haupteingang und über den Nebeneingang an der Hofseite. In Bergetüchern und auch auf Tragen wurden die roten Übungspuppen nach unten und ins Freie gebracht. Die weiteren Helfer verlegten derweil mehrere Schlauchleitungen zu nahen Hydranten und stellten so die Wasserversorgung zum Löschen des Feuers sicher. Über eine Steckleiter erreichte ein Trupp das Obergeschoss von außen durch ein Fenster. Die Vermissten im Obergeschoss wurden von der Feuerwehr schnell entdeckt und gerettet. Eine Verletztensammelstelle richteten die Kräfte im Bereich des Rathauses ein.

"Nur auf der Toilette im Erdgeschoss hättet ihr gründlicher suchen sollen", sagte Kitzhofer am Ende der 60-minütigen Übung. Dort war eine Kabine verschlossen und hätte im Einsatzfall natürlich auch kontrolliert werden müssen. Sonst war die Übungsleitung mit den gezeigten Leistungen der Helfer voll zufrieden.

Eine stattliche Anzahl von Anwohnern verfolgte die Lösch- und Rettungsarbeiten der beiden Laatzener Züge der Feuerwehr, die starke Rauchentwicklung lockte etliche Schaulustige an. Behindert wurde die Feuerwehr dadurch allerdings nicht. Die Mitglieder der Feuerwehr waren an diesem Abend bei ihrer Arbeit nicht zu beneiden, da die Übung bei kalten Temperaturen und Dauerregen stattfand. Trotzdem waren alle Helfer mit vollem Einsatz dabei.

Tagsüber befinden sich in der Kita bis zu 50 Kinder im Obergeschoss, 15 Krabbler im Erdgeschoss und etwa zehn Angestellte. Bei einem Feuer hat daher die Menschenrettung oberste Priorität.

msa / Gerald Senft; Fotos: Senft, 28.04.2016, 15:43
Redakteure LON

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