Tag 1 nach der Terrorwarnung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.

Barsinghausen / Gehrden / Wennigsen / Ronnenberg / Laatzen / Hemmingen / Pattensen / Springe / Region . 

Update zur Pressekonferenz siehe unten

Nach der Absage des Fußball-Länderspiels werden sich Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius um 10.30 Uhr bei der Landespressekonferenz äußern.

Bis heute Vormittag hat es in der Landeshauptstadt keine Festnahmen oder Sprengstofffunde gegeben. Wie CON und L.ON bereits berichteten, wurde gestern Abend in einem Intercity von Braunschweig nach Hannover  im Hauptbahnhof ein Paket gefunden.  Bundespolizisten untersuchten es. Ein Sprengstoffspürhund schlug darauf an. Entschärfer der Bundespolizei fanden beim Röntgen diverse elektronische Bauteile vor. Aufgrund der Gesamtumstände wurde der Zug in Hannover geräumt und die Gleise 8 - 14 gesperrt. Nach dem fachmännischen Öffnen des Pakets im Zug wurde festgestellt, dass es sich um eine Attrappe handelt. Die Polizei werte Videomaterial aus, um den Mann zu identifizieren.

Eine Mitreisende soll einen Mann beim Weggehen angesprochen haben, dass er das Paket auf der Gepäckablage vergessen habe. Daraufhin soll der geflüchtet sein. Daraufhin wurde die Bundespolizei alarmiert. Die Polizei wertet nun Videomaterial aus, um den Mann zu identifizieren.

Heute morgen haben alle Spieler der deutschen Nationalmannschaft das Sporthotel in Barsinghausen verlassen. Das teilte der DFB der Nachrichtenagentur SID laut NDR mit. Shkodran Mustafi vom FC Valencia reiste als letzter Profi ab. Der Agentur zufolge hatte Bundestrainer Joachim Löw die Unterkunft bereits am späten gestrigen Abend verlassen und die Nacht in Hannover verbracht.

Update 11:15:

 

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius dankten während der Pressekonferenz den Einsatzkräften, besonders den Polizisten auf der Straße, die unter enormen Druck standen. Ihr Dank ging auch an die Bürger und Zuschauer, die sehr ruhig geblieben sind.

Weil erklärte weiter:

„Wenn es konkrete Hinweise gibt, muss der Schutz der Menschen Vorrang haben. Mann muss sich nur kurz einmal vorstellen, wie die Situation heute wäre, wenn es einen Terroranschlag gegeben hätte. Wie geht es jetzt weiter: Die Sicherheitslage in Niedersachsen ist stabil. Polizei und Verfassungsschutz leisten gute Arbeit. Ich bitte darum, den Einschätzung der Behörden zu vertrauen. Wir alle sollten weiter daran festhalten, unser Leben so weiterführen wie bisher.“

Pistorius sagte unter anderem:

„Es waren so konkrete Hinweise, so dass es keine andere Entscheidung gab. Es sei wichtig gewesen, dass der Bundesinnenminister ihn über die Gefahren informiert habe. Ich kann verstehen, dass mancher möchte, dass ein Sprengsatz gefunden wird. Im Zweifel hate die Absage auch verhindert, dass jemand dort gewesen ist, um einen Sprengsatz zu platzieren.“


 

 

bri, 18.11.2015, 09:47
Redakteure LON

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