Stromausfall: Kommunen arbeiten mit Leuchttürmen

Fals: "Gerätehäuser werden zu Leuchttürmen" / Quelle: Wikimedia Commons, Urheber: Wusel007

Wennigsen / Region. 

Was passiert, wenn flächendeckend das Stromnetz zusammenbricht? Ein Katastrophenfall, der gar nicht so weit hergeholt ist. In der Regionsverwaltung hat man sich zusammen mit den Rathäusern im Umland darüber Gedanken gemacht und eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Olaf Fals, Ordnungsamtsleiter in Wennigsen, berichtete gestern auf Nachfrage im Feuerwehrausschuss dazu.

"Wir arbeiten mit Leuchttürmen", begann Fals seine Ausführungen. Gemeint sind die Feuerwehrgerätehäuser. "In Wennigsen haben wir in jedem Ortsteil ein Gerätehaus. Hier werden im Notfall Anlaufstellen durch Feuerwehr und Verwaltung aufgebaut, an denen die Informationen zusammenlaufen". Die Feuerwehren stehen untereinander in Sprechfunkkontakt, auch wenn Internet, Handy und Rundfunk längst zusamemngebrochen sind. "Es dauert keine zwei Stunden, dann ist die öffentliche Kommunikation am Ende", beschreibt Fals das Problem. Mit den Funkverbindungen der Feuerwehr und der Hilfe von Amateurfunkern kann eine interne und auch eine externe Kommunikation aufrecht erhalten werden. "Wir werden für so einen Fall Flugblätter vorbereiten und die Feuerwehrfahrzeuge sind mit Lautsprechern ausgestattet. So informieren wir die Bürger", erklärte Fals.

Der Sprechfunk ist in den Feuerwehren und den Fahrzeugen gewährleistet, so lange ausreichend Treibstoff vorhanden ist. "Der Bauhof hat eine eigene Tankstelle, damit kommen wir erstmal über die Runden", ist Fals sicher. Im Falle eines Stromausfalls versagen nämlich auch die Pumpen an den zivilen Tankstellen. Außerdem hat die Gemeinde in den Haushalt für 2016 bereits ein Notstromaggregat und eine dazu gehörende Garage eingeplant: "Beides wird an der Feuerwache Wennigsen installiert werden, damit wir im Notfall gewappnet sind", schildert Fals die Pläne der Gemeinde Wennigsen. Derartige Überlegungen finden auch in den übrigen Kommunen der Region Hannover statt.

hug, 15.10.2015, 09:51
Redakteure LON

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