SPD spricht sich gegen Behindertenbeauftragten aus

Laatzen. 

Der "Initiativkreis Menschen mit Behinderung" hat in Laatzen jetzt unter der Leitung von Pastor Joachim Döring eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl durchgeführt. Der Wunsch des Initiativkreises, in Laatzen das Amt eines Behindertenbeauftragten zu schaffen, nahm großen Raum der Diskussion ein. Bis auf die Vertreterin der SPD, die kategorisch für ihre Partei die Forderung nach einem Behindertenbeauftragten ablehnte, wurde der Wunsch von den Podiumsgästen unterstützt. Unterschiede zeigten sich in der vorgesehenen Ausstattung der Funktion dieses Amtes. Für die CDU wies Olaf Lichy deutlich darauf hin, dass es nur durch eine hauptamtlich beschäftigte Kraft sinnvoll ausgeübt werden könne. "Wir wollen, dass alle Maßnahmen, die behinderte Menschen betreffen könnten, zunächst über den Schreibtisch eines Behindertenbeauftragten laufen müssen. Andernfalls werden Bausünden, deren nachträgliche Beseitigung viel Geld kostet, weiterhin an der Tagesordnung sein. Gleiches gilt für den Internet-Auftritt der Stadt und vieles mehr." Um dies leisten zu können, benötige der Beauftragte Rechtskenntnisse und Kompetenz, führte Lichy weiter aus. "Bis die Kenntnis der neuen Vorschriften im Rathaus eine Querschnittsaufgabe sein kann, werden noch viele Jahre vergehen. So lange können und wollen behinderte Menschen in Laatzen nicht warten.“

red, 31.08.2016, 13:35
Redakteure LON

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