SPD fordert Erweiterung von S-Bahn-Linien

Ernesto Nebot stellte die Verbesserungsvorschläge des Workshops vor.Die Fachleute und Moderatoren der Veranstaltung.Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz kommentierte die Anregungen.

Laatzen. 

"Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte." Mit diesen Worten begrüßte grüßte Ernesto Nebot Pomar, Regionsabgeordneter der SPD, die Anwesenden eines Workshops zum Thema des öffentlichen Nahverkehrs in Laatzen. Fachleute der Regionsverwaltung und der Üstra waren ebenso vor Ort, wie auch viele SPD-Mitglieder und Laatzener Bürger.

Am Ende des Tages wurden die Ergebnisse dreier Arbeitsgruppen vorgestellt. Dabei wurden alte, aber auch neue Ideen skizziert. Aus dem Forum "Verändern" erläuterte Silke Rehmert, ebenfalls Kandidatin für die Regionswahl, die Idee, die Stadtbahnlinie 2 bis in den Süden von Gleidingen zu führen und nicht nur bis zum Galgenbergweg in Rethen. Auch der Straßenbelag im Schienenbereich der Gleidinger Ortsdurchfahrt sollte wegen einer notwendigen Lärmreduzierung ausgetauscht werden, forderte sie.

Aus der Arbeitsgruppe "Verbessern" wurde unter anderem der Vorschlag geäußert, den Halt des Metronom oder Erix im Bahnhof Rethen wieder einzuführen. Weiterhin sollten Firmenabos beziehungsweise Jobtickets auch für kleine und mittlere Firmen finanziell attraktiver gestaltet werden. "Auch die Einführung eines Rufbussystems sollte geprüft werden," so SPD-Mann Michael Riedel.

Ernesto Nebot wiederum stellte die Ideen vor, die Stadtbahnlinie 6 bis nach Laatzen und/oder die Linie 2 bis nach Ingeln-Oesselse fahren zu lassen. Letzteres werde wohl eine Vision bleiben, so Nebot. Die Buslinie 390 statt bis nach Gleidingen bis zum Bahnhof Rethen oder sogar bis Laatzen-Mitte zu führen, sei hingegen deutlich realistischer. Weitere Themen, wie zum Beispiel eine Verkürzung der Taktzeiten zwischen den Bahnen sowie die Abfahrzeiten von Bus und Bahnen besser aufeinander abzustimmen, wurde in allen drei Foren thematisiert.

Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz freute sich über die vielen Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. So sollen nochmals Gespräche mit den Betreibern vom Metronom und Erix zwecks eines weiteren Halts in Rethen aufgenommen werden. Die Barrierefreiheit der Unterführung am Bahnhof Rethen werde mit der Ausgestaltung der "Park and Ride"-Anlage umgesetzt. Der Bau der Hochbahnsteige in Gleidingen stelle außerdem eine große technische Herausforderung dar. "Es ist die schwierigste Situation im gesamten Stadtbahnsystem," so Franz. "Natürlich ist eine enge Abstimmung mit den örtlichen politischen Gremien notwendig", ergänzte er.

Ebenfalls war die Sicherheit ein Thema. Für die schwierige Situation an der Bus- und Stadtbahnhaltestelle Laatzen müsse eine gute Lösung gefunden werden, waren sich die Workshop-Teilnehmer einig. Regionsdezernent Franz sagte zu, die vorgetragenen Anregungen bei den zukünftigen Planungen berücksichtigen zu wollen.

msa, 25.04.2016, 10:41
Redakteure LON

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