Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Laatzen. 

Am gestrigen Tage erschien auf der Polizeidirektion Marburg eine Geschädigte und erstattete Strafanzeige wegen Betruges und Missbrauchs von Daten. Die Anzeigenerstatterin hatte bei der Abfrage ihres E-Mail-Kontos eine Nachricht über die Bestellung und bevorstehende Auslieferung eines rund 1.000 Euro teuren Ringes erhalten, den sie nach eigenen Angaben nie bestellt hatte. 

Darüber hinaus erklärte sie, dass sie keine Angaben zu der angegebenen Lieferanschrift und den dort verzeichneten Namen in Laatzen machen könne, da sie keine Person in Laatzen kennen würde. Durch die sofortige Kontaktaufnahme seitens der Marburger Polizei mit dem hiesigen Polizeikommissariat erfolgten umgehend weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen im hiesigen Zuständigkeitsbereich.

Diese führten dazu, dass bei der Auslieferung des angekündigten Paketes eine 34–jährige Laatzerin festgenommen wurde. Die Beschuldigte gab bei der Vernehmung an, dass sie vor einiger Zeit einen 31–jährigen Mann in Laatzen kennengelernt habe. Dieser habe sie gefragt, ob sie bereit wäre, für ihn Pakete entgegenzunehmen. Hierzu sollte sie ihren Briefkasten und ihr Klingelschild mit einen weiteren Namen beschriften, um für einen Dritten die Pakete entgegennehmen zu können. Nach Erhalt der Pakete sollte sie ihn auf der Arbeitsstelle in Laatzen aufsuchen und ihm die Sendungen übergeben. Da der 31–Jährige ihr für ihre Dienste 20 bis 25 Euro für jedes gelieferte Paket versprochen hatte, so die Beschuldigte, habe sie auch eingewilligt.
Der Mittäter wurde noch am gestrigen Tage auf seiner Arbeitsstelle festgenommen. Er gab an, dass er mit der Sache eigentlich nichts zu tun habe. Es sei zwar richtig, dass er die Laatzerin gebeten habe, Pakete für einen Dritten entgegenzunehmen, und dafür habe er ihr auch Geld gegeben, von betrügerischen Bestellungen wisse er jedoch nichts. Der 31–Jährige gab an, dass er einen gleichaltrigen Hannoveraner auf seiner Arbeitsstelle in Laatzen kennengelernt habe. Dieser habe ihn gebeten, für ihn Pakete entgegenzunehmen. Ihm sei für jedes ausgelieferte Paket 50 Euro Aufwandsentschädigung in Aussicht gestellt worden. Die Anschlussermittungen führten zu einem weiteren 31–Jährigen Hannoveraner.

Nach Entscheidung des Staatsanwaltschaft Hannover der zuständigen Amtsrichterin wurden daraufhin zwei Wohnungen in Hannover sowie eine Wohnung in Garbsen durchsucht, da die Beschuldigte Laatzerin in ihrer Vernehmung angegeben hatte, dass sie in den vergangenen Tagen bereits einige Pakete erhalten und an ihren Bekannten in Laatzen übergeben hatte. Die Durchsuchungen führten zum Auffinden von Uhren, Handys sowie Tablets. Die Beschuldigten wurden nach Beendigung der Durchsuchungen aus der Haft entlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

cms, red, 10.06.2016, 13:58
Redakteure LON

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