Nach langer Ausarbeitung: Radwegekonzept steht

Die Ratsgruppe SPD, Grüne und GLuP wollen durch einen 18-Punkte-Plan die Sicherheit für Radfahrer im Stadtgebiet erhöhen.

Laatzen. 

Mit detaillierten Vorschlägen will die Gruppe von SPD, Grünen und GLuP im Rat der Stadt Laatzen eine nachhaltige Verbesserung der Situation der Radfahrer erreichen. Die Ratsgruppe hat deshalb einen Antrag inklusive eines 18-Punkte-Plans gestellt, durch den die Stadtverwaltung zu konkreten Maßnahmen verpflichtet werden soll. Ziel ist eine Entwicklung Laatzens hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt. "Hier besteht ein Nachbesserungsbedarf," so Ratsherr Karl-Peter Hellemann (SPD).

Umfragen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), aber auch die Auswertung des Bürgerpanels 2015 der Stadt Laatzen zeigten bei der Bewertung der Radfahrer punktuell eine höhere Unzufriedenheit im Gegensatz zu der allgemein viel höheren Zufriedenheit mit dem Leben in Laatzen.

Der Antrag beinhaltet ein Fahrradwegekonzept, das in Abstimmung mit dem Verkehrsentwicklungsplan umgesetzt werden soll. Ratsherr Gerd Apportin von den Grünen erläutert die Motive des Antrags wiefolgt: "Die Stadt Laatzen ist in den 70er Jahren vor allen Dingen als Auto-Stadt geplant worden. Die Bedürfnisse der Bevölkerung haben sich allerdings dahingehend geändert, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel im urbanen Raum immer wichtiger geworden ist und insbesondere das vermehrte Aufkommen von E-Bikes eine größere Nutzung des Verkehrsraumes nach sich zieht."

In einem dreistufigen Konzept wurden in Gesprächen, unter anderem mit dem ADFC, zunächst 18 Vorschläge zur Verbesserung der Situation in allen Ortsteilen erarbeitet. Die Ratsgruppe kritisiert, dass die Nutzung der Verkehrswege im Stadtgebiet für Radfahrer häufig Gafahrenpotenzial berge, insbesondere für Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer. In drei Schritten sollen entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation umgesetzt werden. "Die erste Stufe bezeichnet Möglichkeiten, die schnell und kostengünstig zu realisieren sind", so Apportin.  Im zweiten Schritt sollen dann etwas aufwendigere und teurere Projekte kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden. "Die dritte Stufe dagegen bedarf eines höheren Aufwandes und ist eher langfristig anzusehen", erklärt Apportin.

Zu den Maßnahmen sollen beispielsweise eigene Fahrspuren für Radfahrer, optimierte Ampelphasen, Schutzmarkierungen oder Bordsteinabsenkungen gehören, fordert die Ratsgruppe. Der Antrag wird Ende Februar im Ausschuss für Stadtentwicklung und im März im Rat beraten. "Insgesamt ist das Konzept nicht abschließend zu betrachten, sondern vielmehr als Einstieg in den Umbau Laatzens hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt", so Apportins Einschätzung.

msa / red; Foto: Hellemann, 02.02.2016, 09:59
Redakteure LON

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