Laatzener vertritt Deutschland

Dirk Weissleder in Glasgow

Laatzen / Glasgow. 

Der Laatzener Dirk Weissleder (48) befindet sich derzeit zu Besuch im schottischen Glasgow, wo sich Experten für Familiengeschichtsforschung und Wappenkunde zum 32. Internationalen Kongress für genealogische und heraldische Wissenschaften zusammenfinden. Alle zwei Jahre treffen sich Vertreter von rund 70 Vereinigungen aus über 30 Nationen, die im Weltverband der Confédération Internationale de Généalogie et d´Héraldique (CIGH) zusammengeschlossen sind, zu einem Weltkongress. Neben sehr speziellen Fachvorträgen geht es um breit angelegtes Networking, um internationale Kontakte innerhalb der weltweiten Forscherfamilie aufzubauen.

Im Unterschied zu den weltweit größten Genealogie-Veranstaltungen wie der „RootsTech“ in Salt Lake City, USA, mit rund 25.000 Gästen, und der „Who Do You Think You Are? – Live!“ in Großbritannien, mit rund 12.000 Gästen, trifft sich in den nächsten Tagen in der größten Stadt Schottlands ein spezielles Fachpublikum mit meheren Hundert Gästen. Anders als auf den Großveranstaltungen wird in Glasgow der Schwerpunkte der Fachvorträge auf der Erforschung und Dokumentation sowie Beschreibung von Wappen auf der internationalen Ebene liegen. Wappen können sich nur von Einzelpersonen oder Familien, sondern beispielsweise auch von Städten und Gebietskörperschaften geführt werden. Also ein weites Feld mit Wurzeln, die ins tiefe Mittelalter zurückreichen.

Der von Weissleder geführte deutsche Dachverband, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV) konzentriert sich auf internationaler Ebene neben dem Erfahrungsaustausch mit ausländischen Vereinigungen speziell mit der Suche nach Deutschen weltweit, das heißt mit der Erforschung historischer Auswanderer sowie mit dem Kontakt zu heute lebenden Nachkommen. Hierbei ist beispielsweise der Kontakt zu Amerikanern in der German-America Genealogical Partnerschaft (GAGP) organisiert, weitere „klassische Auswandererländer“ sollen folgen. Weissleder ist zuversichtlich, in Glasgow wichtige Kontakte zu genealogischen Repräsentanten unterschiedlicher Nationen aufzubauen zu können.

Am Freitag kommen die Mitgliedsvereinigungen des Weltverbandes (CIGH) zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Der Laatzener Dirk Weissleder, in Personalunion als Vorsitzender des deutschen Dachverbandes (DAGV) und Präsident des Bundes der Familienverbände (BdF), wird auf dieser Mitgliederversammlug der CIGH Deutschland vertreten, über die Arbeit vor Ort und internationale Aktivitäten berichten. Weissleder nimmt sich dabei vor: „Ich will in meinen Gesprächen dafür sorgen, dass man sehr genau weiß, wo sich Laatzen auf der Weltkarte befindet. Für Lokalpatriotismus hat man unter den Genealogen und Heraldikern aus verständlichen Gründen großes Verständnis, denn sonst gäbe es ja keine Unterschiede mehr, die man erforschen könnte.“

Nach dem Internationalen Kongress in Glasgow treffen sich Ende September/Anfang Oktober deutsche, österreichische und schweizerische Forscher mit Gästen aus Frankreich und den USA zum Deutsche Genealogentag in Bregenz, Österreich. 

red, 12.08.2016, 01:23
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?