Laatzen setzt auf Passivhäuser

Eberhard Röhrig-van der Meer, Geschäftsführer Umweltzentrum Hannover, Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen, Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs und Heike Hanisch, stellv. Geschäftsführerin Umweltzentrum Hannover.

Laatzen. 

Zukunftsweisende Klimaschutzvorhaben und die Fortschritte bei der Umsetzung der Klimaschutz-Aktionsprogramme in den Kommunen stehen im Mittelpunkt der "Regionalen Klimaschutztour 2015" des Umweltdezernenten der Region Hannover. Vor Kurzem informierte sich Prof. Dr. Axel Priebs in Laatzen bei Bürgermeister Jürgen Köhne über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt. Im Anschluss an den Termin im Rathaus wurde gemeinsam mit dem Umweltzentrum Hannover die Ausstellung "Ökobilanz - umweltbewegte Stadt und Region 1950 bis heute" im Altbau des Leine-Centers eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 18. November zu sehen.

Das Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz habe in Laatzen lange Tradition, berichtete Bürgermeister Köhne und verwies dabei auf konkrete Projekte wie beispielsweise das AquaLaatzium, die Passivhaussporthalle Albert-Einstein-Schule, die Errichtung von Solaranlagen und energetische Modernisierungen des Gebäudebestands. Die Erneuerung von Heizzentralen in etlichen Schulen stehe laut Köhne an, wobei auch geprüft werde, ob für die künftige Energieversorgung Blockheizkraftwerke zum Einsatz kommen könnten. Bei der Fülle der anstehenden Projekte, darunter auch die Sanierung beziehungsweise der Neubau des Rathauses, müssten die Prioritäten ständig neu justiert werden.

Günstig wirke sich sowohl für die Stadt als auch für alle Laatzener die Mitgliedschaft beim enercity-Fonds proKlima aus, über den regelmäßig Zuschüsse für Klimaschutzprojekte zur Verfügung stehen. "Mit 25 Gebäuden haben wir die meisten Passivhaus-Neubauten aller am Wettbewerb Klima-CO2NTEST teilnehmenden Kommunen in der Region Hannover melden können", sagte Köhne nicht ohne Stolz. Schließlich habe man auch einen Grundsatzbeschluss, kommunale Gebäude nur noch im Passivhausstandard zu errichten. Insgesamt gebe es eine rege Neubautätigkeit in Laatzen. Dabei nannte der Bürgermeister Projekte der Laatzener Wohnungsbaugenossenschaft (WBG), des Wohnungsbauunternehmens Meravis sowie der KSG Hannover.

 

Umweltdezernent Priebs zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl an Projekten in Laatzen, insbesondere davon, dass die Stadt den Passivhausstandard konsequent in ihren eigenen Liegenschaften umsetzt. „Um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen, ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen, und dass wie in Laatzen Politik und Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen“, betonte Priebs.

msa / red; Foto: Mirko Bartels / Region Hannover, 12.11.2015, 00:03
Redakteure LON

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