"Kommunen brauchen eine Atempause"

Laatzen. 

Tradition hat das Dreikönigstreffen der Laatzener FDP bereits. Auch gestern waren wieder viele Bürger, Politikinteressierte und Vertreter aus Vereinen und der Stadt zugegen. Unter dem Motto "Funktioniert die EU in der Krise?" hielt Michael Buckup, Leiter des Europäischen Informationszentrums in Hannover (EIZ) einen Vortrag.

Ein Thema überwiegt derzeit in der EU: Die Flüchtlinge. Wie Buckup mitteilte, werde die seit Jahren bestehende Finanzkrise dadurch zweitrangig. "Seit 2008 befindet sich die EU in einer Dauerkrise. Wir stehen schon gefährlich nah am Abgrund", warnte der Leiter des EIZ. Seit Monaten stehe die Frage im Raum, wie viele Flüchtlinge noch kommen werden und vor allem aus welchen Nationen. Bürgermeister Jürgen Köhne erklärte in seiner Begrüßungsrede: "Die Kommunen brauchen eine Atempause." Mit solchen Dimensionen hätte er nicht gerechnet. Es müsse eine Grenze geben, denn so wie momentan, könne es nicht auf Dauer zu schaffen sein.
Durch die wachsende Anzahl an Hilfesuchenden, die nach Europa kommen, gewinnen auch rechte Parteien an Stimmen, erklärte Buckup. Besonders der Rechtspopulismus gefährde Europa. Die Umsetzung der Ziele wie Solidarität und gegenseitiger Respekt, die bei der Gründung der EU wesentlich waren, sehen für Buckup anders aus. "In der EU knirscht es gewaltig und es gibt vieles, was repariert werden muss", erklärte der Leiter des EIZ zum Schluss.

cms, 07.01.2016, 01:21
Redakteure LON

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