Köhne: Wir brauchen Geld und keine Sonntagsreden

Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne fordert die Bundeskanzlerin zum Handeln auf.

Laatzen. 

"Ja, Frau Merkel, wir können das schaffen." Mit diesen Worten sprach Bürgermeister Jürgen Köhne (CDU) indirekt die Bundeskanzlerin und ihr Credo "Wir schaffen das" in einer spontanen Rede über die aktuelle Flüchtlingssituation in der gestrigen Ratssitzung an. "Dafür brauchen wir aber das nötige Geld und keine Sonntagsreden", so Köhne. Ein Appell an die Kanzlerin also, durch Taten statt durch Worte aufzufallen.

Durch die momentane Situation komme auf die Kommunen eine erhebliche finanzielle Belastung zu, sagte der Bürgermeister, bevor er dem Rat seinen Entwurf für den Haushalt 2016 vortrug. Merkels Aussage nahm er als Aufhänger für die Darstellung seiner Sichtweise auf die aktuellen und bevorstehenden Probleme und Herausforderungen. Das Engagement der zahlreichen Bürger in Laatzen stimme ihn positiv, erklärte Köhne. "Dafür bin ich Ihnen außerordentlich dankbar", sagte er in Richtung der Helfer.

Für die Verwaltung sei es aktuell besonders wichtig, ausreichend Unterkünfte für die ankommenden Asylbewerber zu finden, "sodass jeder ein Dach über dem Kopf hat und menschenwürdig untergebracht ist". Köhne sei "zumindest zuversichtlich", dass diese "Hercules-Aufgabe" auch gelinge.

Gleichzeitig forderte er einen vorübergehenden Aufnahmestopp oder zumindest längere Verschnaufpausen für die Kommunen - eine "Atempause", wie er es nannte. "Integration benötigt Zeit", erklärte der Bürgermeister.

msa, 09.10.2015, 11:26
Redakteure LON

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