Infektionskrankheiten: Die richtige Vorbeugung ist elementar

Knapp 50 Rettungskräfte informierten sich über die richtige Vorbeugung vor Infektionskrankheiten.

Laatzen. 

Zu einer Schulung zum Thema "Infektionskrankheiten-Gefahren für Einsatzkräfte der Feuerwehr" lud Stadtsicherheitsbeauftragter Frank Wöbbecke kürzlich die ehrenamtlichen Helfer der Ortsfeuerwehr Laatzen ein. Obwohl das Weihnachtsfest vor der Tür steht und bei vielen Bürgern die Vorbereitungen in vollem Gange sind, war der Saal gut gefüllt. Über 40 Frauen und Männer der Einsatzabteilung lauschten den Worten der beiden Referenten.

Bernd Beyer und Frank Wöbbecke Rettungsdienst spannten bei dem Referat den Bogen vom Erreger bis hin zu den Schutzmaßnahmen. "Über welches Kontaktmittel werden wohl die meisten Erreger übertragen?", fragte Beyer provokativ in die Runde. Die Antwort "Über die Hände" kam zwar schnell, doch dass die Hände sogar rund 90 Prozent der Erreger transportieren, war den meisten nicht bewusst.

Daher ein großer Appell der Rettungskräfte: Regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren. "Auch viel benutzte Gegenstände, wie Lenkräder, Funkgeräte und Türgriffe sollten häufig gereinigt werden", sagte Beyer. Während der Inkubationszeit können etliche Tage vergehen. Durch den Magen-/Darmtrakt, die Haut, Atemwege sowie Kontakt mit Personen können die Erreger übertragen werden.

Ein Hygieneplan kann die Gefahr einer Ansteckung enorm mindern. Dazu gehört ein umfassender Impfschutz, Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Desinfektion und Einmalhandschuhe sowie die persönliche Schutzausrüstung. "Falls ihr Euch nicht sicher seid, ob eurer Schutz ausreichend ist, fragt den Rettungsdienst vor Ort", ergänzte Beyer.

Viele Fragen und eine lebhafte Diskussion schlossen sich an den Vortrag an. Wie wichtig das Thema bei der Feuerwehr ist, zeigt der Einsatz am Messebahnhof mit Hunderten von Flüchtlingen sowie etliche Tragehilfen zusammen mit dem Rettungsdienst in diesem Jahr.

msa / red; Fotos: Senft, 11.12.2015, 00:02
Redakteure LON

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