IG unterstützt die Flüchtlingsarbeit

Hemmingen / Laatzen . 

1.000 Euro sammelte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) der Ortsgruppe Hannover-Süd beim Kaffee und Kuchen Verkauf beim 1.-Mai-Fest vor dem hannoverschen Rathaus. Mit dem Erlös aus dieser Aktion unterstützen die Gewerkschafter nun zwei Flüchtlingsnetzwerke. Gabriele Hecht vom Flüchtlingsnetzwerk Laatzen und Wolf Hatje, Vorsitzender der Bürgerstiftung, erhielten vom Vorsitzenden der IG BCE, Henry Hecht, jeweils eine Spende von 500 Euro.

Die IG BCE-Ortsgruppe Hannover-Süd vertritt mehr als 700 Mitglieder in den südlichen Stadtteilen Hannovers sowie in Hemmingen, Laatzen und Pattensen. Sie informiert über gewerkschaftliche Aktivitäten und bietet mit monatlichen Veranstaltungen ein vielseitiges Bildungs- und Unterhaltungsangebot. 

"Wir werden uns im Vorstand noch überlegen, was wir mit dem Geld machen", erklärte Gabriele Hecht. Da sich das Flüchtlingsnetzwerk unter anderem mit der Sprachförderung beschäftigt, wäre denkbar, Bücher anzuschaffen und die Sprachförderer zu unterstützen.
Im September 2015 wurde ein Trägerverein für das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen gegründet. Zu den Aufgaben des Vereins gehören unter anderem das Einwerben von Drittmitteln, sowie die Verwaltung von Spenden und Finanzen. Beim Trägerverein ist auch die Koordinatorin angestellt. Ehrenamtliche unterstützen in Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe.
Auch Wolf Hatje bedankte sich bei der Spende: "Auch wir beschäftigen uns mit dem Spracherwerb. Auch weitere Aktivitäten wie die Fahrradwerkstatt übernimmt das Flüchtlingsnetzwerk. "Rund 150 Ehrenamtliche helfen uns jeden Tag. Dafür sind wir sehr dankbar."
Das Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge unterstützt Ankommende in der neuen Heimat. Ehrenamtliche geben Deutschunterricht, ein Newsletter informiert rund um das Thema Integration. Jeden zweiten Samstag im Monat öffnet das Interkulturelle Café in der Berliner Straße 20.

Omar Alsebaie, gebürtiger Syrer und nun in Laatzen zu Hause, berichtete im Anschluss über seine Flucht von Syrien nach Hannover berichten. Mit Hilfe zweier Dolmetscher berichtete Alsebaie, welche Gründe ihn und seine Freunde zur Flucht getrieben haben, was er auf seiner Reise erlebte und wie er in Deutschland jetzt ein neues Leben aufbauen will. Im Anschluss stellten die Besucher Fragen an die Schutzsuchenden.

cms, 28.06.2016, 20:39
Redakteure LON

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