Haushalt 2017: Mehr Einwohner, höhere Ausgaben

Bürgermeister Köhne stellt den Mitglieder des Stadtrates Laatzen den Haushaltsentwurf 2017 vor.

Laatzen. 

Laatzen wächst. Rund 41.500 Menschen wohnen aktuell in der Stadt. Das sind weitaus mehr als die Experten noch im Jahr 2014 prognostizierten. Steigt die Einwohnerzahl, steigt auch die Zahl der benötigten Plätze in Kitas und Schulen. Die gesamte Infrastruktur, Soziales, Verkehr, Bauen und Wohnen, muss angepasst werden. Für diese Aufgaben benötigt die Stadt Laatzen mehr Personal. Und all das verursacht Kosten, die sich in der Haushaltskasse der Kommune niederschlagen.

„Aus diesen Gründen können wir leider keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen“, sagte Bürgermeister Jürgen Köhne (CDU) in der gestrigen Sitzung des Stadtrates. Köhne präsentierte den Haushaltsentwurf 2017, in dem ein Minus von rund 11 Millionen Euro eingeplant ist. Die Investitionen seien nötig, so Köhne, um den Aufgaben in einer wachsenden Stadt gerecht zu werden. Mit Verweis auf die vergangenen Haushaltsjahre machte Köhne deutlich, dass im Ergebnis mit weit weniger Schulden zu rechnen sei. So habe der Plan für 2015 ein Minus von knapp sieben Millionen Euro vorgesehen. Die Schlussabrechnung wies eine Lücke von knapp zwei Millionen Euro aus.  

Auf der To-Do-Liste der Stadt Laatzen stehen unter anderen die Grundsanierung des Erich-Kästner-Schulzentrums und der Sporthalle sowie die Erweiterung der Schule mithilfe von Raummodulen. Außerdem steht der Neubau der Feuerwehrhäuser in Gleidingen und Rethen an. Weitere Gelder sind erforderlich, um notwendige Straßen- und Kanalarbeiten zu finanzieren. Schulen und Kitas im Stadtgebiet müssen saniert beziehungsweise neu geplant werden wie die Kita im Kiefernweg. Die Sanierungsmaßnahme „Laatzen-Mitte wird top!“ wird fortgeführt und am Rathaus sind Modernisierungsarbeiten vorgesehen.

Um sämtliche Aufgaben zu bewältigen, plant die Stadt Laatzen im kommenden Jahr 26 neue Stellen zu besetzen. Den höchsten Zuwachs verzeichnet der Bereich Kinder-, Jugend und Sozialarbeit sowie Schulen. Hier sind 13 von den 26 neuen Arbeitsplätzen angesiedelt. Insgesamt würde die Mitarbeiterzahl auf 698 Personen ansteigen. Der Posten für Löhne und Gehälter ist mit 35 Prozent der größte Brocken auf der Ausgabenseite im Haushalt.

Um die Schuldenlast zu verringern, hat die Stadt Laatzen ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet. Alle freiwilligen Leistungen sollen einer kritischen Analyse unterzogen werden. Die Verwaltung hat der Politik konkret 44 Einzelmaßnahmen zur Streichung vorgeschlagen. Der Haushalt 2017 soll kommenden März vom Rat der Stadt Laatzen verabschiedet werden. „Wir hoffen, dass wir bis dahin gute Beratungsergebnisse erzielen“, sagte Köhne.

tri, 02.12.2016, 00:30
Redakteure LON

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