Gemeinsam feiern als Zeichen des Friedens

Rund 40 Flüchtlinge folgten der Einladung des netzwerks.Heiko Schönemann sorgte durch musikalische Untermalung des Nachmittags für gute Stimmung.

Laatzen. 

Auf großes Interesse stieß eine Adventsfeier, die das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen kurzfristig im Stadthaus veranstaltete. Immerhin 40 überwiegend arabische Flüchtlinge nahmen die Einladung zu Kaffee, Tee und Gebäck am letzten Freitag gern an. Die den Gästen wenig bekannte Kultur der Weihnachtszeit wurde von Werner Läwen erläutert.

In seinem kurzen Vortrag, der von Aziz Sibai von der Deutsch-Syrischen Kulturgesellschaft Niedersachsen ins Arabische übersetzt wurde, stellte das Vorstandsmitglied des Christlichen Seniorenbundes durchaus auch Vergleiche beziehungsweise Parallelen zur islamischen Kultur her. Den größten Beifall bekam Dr. Läwen durch seine Geste, seinen Vortrag mit der arabischen Grußformel "Salam Alaikum" (Friede sei mit euch) zu beenden.

In den folgenden Gesprächen ergab sich der Plan, so das Ehepaar Elke und Dieter Sasse vom Netzwerk, das die Feier logistisch auf die Beine gestellt hat, im nächsten Jahr einmal ein islamisches Fest gemeinsam zu zelebrieren. "Natürlich wollen wir uns gegenseitig kennenlernen. Wir warten nun auf eine entsprechende Gelegenheit, wie zum Beispiel das Zuckerfest", erklärten die beiden. "An diesem Tag soll es allen gut gehen und jeder soll mitfeiern."

Untermalt wurde die Weihnachtsfeier durch Gesang. Heiko Schönemann, als Ratsherr auch in der Politik mit verantwortlich für die Betreuung der Flüchtlinge, begleitete mit seiner Gitarre die Veranstaltung mit deutschen und internationalen Weihnachtsliedern, unter anderem den Antikriegssong "Sag mir wo die Blumen sind".

Zu Beginn der Weihnachtsfeier im Stadthaus überraschten die Laatzener Funkamateure vom Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) das Netzwerk mit einer erfreulichen Nachricht. Sie teilten mit, die Kosten für die Adventsfeier komplett zu übernehmen. Dankbar stellte Andreas Quasten als Verantwortlicher vom Netzwerk fest: "Das ist eine tolle Spende. Sie zeigt, wie breit die Willkommenskultur durch die Laatzener Bevölkerung unterstützt und getragen wird."

msa / red, 17.12.2015, 11:46
Redakteure LON

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