"Er will Stachel sein, aber kein Scharfmacher"

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (links) gratuliert Matthias Miersch zu 25 Jahren SPD-Mitgliedschaft.

Laatzen. 

Vor 25 Jahren trat der heutige SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch aus der Überzeugung heraus, dass man politisch nur etwas verändern könne, wenn man sich bewegt und selber einbringt, in die SPD ein. Anlässlich dieses Jubiläums wurde Miersch am vergangenen Wochenende von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Laatzen geehrt.

Im Zuge seiner Laudatio zeichnete Schröder die vielschichtigen Aktivitäten Mierschs als Politiker nach und fand eindrückliche Worte: "Politiker, die nicht mitbestimmen wollen, haben die Politik nicht verstanden", so Schröder. "Dabei ist Matthias immer auch seine Unabhängigkeit wichtig." Das schätze er an dem Abgeordneten Miersch besonders, da es auch Schröders Auffassung entspräche. So hob er Mierschs Erfolg als Anwalt hervor, seinerzeit die Kartoffelsorte "Linda" gerettet zu haben, wovon die Familie Schröder auch heute noch beim täglichen Einkauf profitiere.

Auch in Sachen CETA und TTIP habe Matthias Miersch eine klare kritische Haltung: "Er will Stachel sein, aber kein Scharfmacher", unterstrich Gerhard Schröder in seiner Rede. In seiner anschließenden Erwiderung gab der Miersch einen Dank an den Altbundeskanzler zurück und nannte als erstes die Entscheidung Schröders zur Nicht-Teilnahme am Irakkrieg 2003. "Während deiner Kanzlerzeit sind viele Dinge auf den Weg gebracht worden, von denen wir heute noch etwas haben", so Miersch abschließend.

msa / red; Foto: Inas Ibrahim, 13.01.2016, 00:02
Redakteure LON

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