EKS-Turnhalle: Auszug noch für diesen Monat geplant

Ende des Monats sollen die rund 200 in der EKS-Sporthalle untergebrachten Asylbewerber ausziehen, erklärte Jürgen Köhne.Sie sollen dann in die Gutenbergstraße 15 umziehen.Rund 50 Bürger informierten sich gestern über die aktuellen Planungen."Sie sind hier sicher", sagte Uwe Wollburg den anwesenden Bürgern.

Laatzen-Mitte. 

Ende des Monats soll es soweit sein: Dann wird die Flüchtlingsunterkunft an der Gutenbergstraße nach aktuellen Planungen der Stadt bezogen. Im Zuge dessen wird auch die Unterbringung in der Turnhalle des Erich-Kästner-Schulzentrums beendet, denn für die Verlegung ebenjener jungen Männer, die dort derzeit noch auf engstem Raum zusammenleben, wurde das Haus an der Gutenbergstraße gekauft. Dies teilte Bürgermeister Jürgen Köhne gestern vor rund 50 Zuhörern auf einer Informationsveranstaltung zur geplanten Unterkunft mit.

Viele der Anwesenden, darunter nicht wenige Anwohner der Gutenbergstraße, brachten auf der Veranstaltung ihre Sorgen und Ängste zum Ausdruck. Vor allem der Fakt, dass ausschließlich Männer in ihre Nachbarschaft ziehen werden, sorgte für Unmut und auch Angst. Diese sei jedoch aus Sicht der Polizei vollkommen unbegründet, sagte Uwe Wollburg, Leiter des Polizeikommissariats Laatzen. Seit dem Einzug in die Turnhalle habe es lediglich vier Strafanzeigen gegen Bewohner der Unterkunft gegeben, berichtete er. "Sie leben hier sicher", sagte Wollburg den anwesenden Bürgern.

Das Bürogebäude in der Gutenbergstraße sei ebenfalls nicht als langfristige Unterkunft gedacht, betonte Bürgermeister Köhne. Die oberen drei Geschosse des Gebäudes sollen zum Ende des Monats bezogen werden. Darunter wird die Region Hannover ihre Büroräume bis zum Sommer weiterhin nutzen. Die Betreuung übernimmt wie schon in der Turnhalle das DRK. Auch der dort eingesetzte Sicherheitsdienst wird in der neuen Unterkunft im Einsatz sein. In der Gutenbergstraße werden die Flüchtlinge in kleineren Räumen untergebracht sein. "Dadurch können die Spannungen reduziert werden, die auf Dauer in der Sporthalle eventuell hätten entstehen können", sagte Köhne.

Wann die EKS-Sporthalle wieder für Schüler und Vereine zur Verfügung steht, sei laut Köhne noch nicht geklärt, da beide Hallen sanierungsbedüftig seien. Mit der wieder möglichen Nutzung der Sporthallen an der Albert-Einstein-Schule nach den Sommerferien komme es jedoch definitiv zu Engpässen, versicherte Köhne.

msa, 07.04.2016, 13:38
Redakteure LON

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