"Bin ich angekommen?“

Foto: Stadt Laatzen: Ali Alavi (Mitte) berichtet von seinem Ankommen in Deutschland. Viele Gäste, lauschten ihm gespannt. Dr. Silke Lesemann (MdL) moderierte.

Laatzen. 

Bin ich angekommen? – „Ja!“ so lautete das Fazit der Frauen und Männer aus Afghanistan, dem Irak und Iran, am vergangenen Mittwochabend im Cafe Marie im Stadthaus. Sie teilten ihre Einwanderungserfahrungen zusammen mit der Landtagsabgeordneten Silke Lesemann und rund 25 Laatzenern. Zu dem Themenabend hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Laatzen, Nicole Hendrych, eingeladen, um möglicher Weise neue Blickwinkel und Sichtweisen auf das Thema "Integration" zu bekommen.

Ali Alavi fühlt sich in Deutschland zuhause und angekommen, wie eigentlich alle mit ihm zusammen am Tisch. Aber sehr schwer fiel ihm die erste Zeit in der Schule: „Ich war elf Jahre alt als ich kam und dann saß ich fünf oder mehr Stunden in der Schule rum und habe nichts verstanden, ich fühlte mich alleine, und ich wollte gut sein in er Schule. Meine Mutter war Lehrerin im Iran, sie hätte mir bei den Hausaufgaben helfen können, aber sie verstand die Sprache nicht und konnte die Texte nicht lesen."

Spracherwerb, die Anerkennung der Ausbildungs- und Schulabschlüsse und das Gefühl von der neuen Nachbarschaft und den Menschen aufgenommen und sogar unterstützt zu werden, das waren die tragenden Argumente des Abends. „Die eigenen Traditionen nicht sterben zu lassen, um sich und seinen Kindern nicht den Halt zu nehmen, und dabei die neue Kultur aufnehmen, um neue Wurzeln wachsen lassen zu können, kann ein Baustein sein für ein gelingendes Ankommen.“, resümiert die Gleichstellungsbeauftrage Nicole Hendrych die Äußerungen der Gesprächspartner.

cms / red / Foto: Stadt Laatzen, 15.04.2016, 01:21
Redakteure LON

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