Bedarfsgerechter Ausbau für Rethener Grundschule Gefordert

Rethen. 

Wie den Mitgliedern des Schulausschusses mitgeteilt wurde, wird die Grundschule Rethen im bevorstehenden Schuljahr eine zusätzliche, nicht vorhersehbare Klasse bilden müssen. Um hierfür einen Klassenraum zur Verfügung zu stellen, muss Fläche, die im Nachmittag der Ganztagsbetreuung zur Verfügung steht, aufgegeben werden. „Das geht gar nicht“ meint die Sprecherin der CDU im Ortsrat Rethen, Elke Heinrich. Die Ganztagsbetreuung der Kinder könne dann nur noch in der Sporthalle oder auf Außenspielflächen stattfinden. Sicherlich ist es üblich und sinnvoll, den Grundschulkindern nach dem Unterricht und im Anschluss der Mittagspause ein Bewegungsangebot zu ermöglichen. „Es sollte sich dabei aber nicht um ein ausschließliches Angebot handeln. Viele Kinder suchen auch die Ruhe nach dem Unterricht und die Möglichkeit frei zu arbeiten und zu spielen - ohne zu toben“, so Heinrich weiter.

Aus diesem Grund hat die Gruppe der CDU / FDP Fraktion im Ortsrat Rethen einen Antrag für den bedarfsgerechten Ausbau der Grundschule gestellt und erwartet noch im laufenden Jahr einen Entscheidungsvorschlag zu diesem Thema.

Heinrich ist mit der baulichen Entwicklung unzufrieden. „Die Grundschule Rethen ist seit 2012 offene Ganztagsschule. Die Verwaltung hat sich damals sehr für die Umstrukturierung eingesetzt. Bis heute wurden keine ausreichenden Räumlichkeiten hierfür hierfür geschaffen“, so Heinrich. Die derzeitige Mensa sei zwar für die jetzige Teilnehmerzahl ausreichend dimensioniert, es handele sich dabei aber nach wie vor um ein Provisorium ohne Spülküche.

Weiterhin fehlten Räume für differenzierten Unterricht und für die Beschulung von Sprachlernkindern. „ Auch wenn zurzeit kein Bedarf zur Errichtung einer Sprachlernklasse besteht, so ist davon auszugehen, dass zukünftig im Rahmen des Familienzuzugs mehr Kinder dieses Angebot nutzen werden“, warnt die Rethenerin.

Die CDU Rethen ist nach Aussage von Heinrich der Meinung, dass jetzt mit Provisorien Schluss sein sollte. „Wir fordern eine Machbarkeitsstudie, die für das ganze Schulgebäude eine neue Chance bietet. Aber bitte ohne die Einbeziehung der alten Schule an der Thiestraße. Ein Ausbau dieses Gebäudeteils ist aus unserer Sicht unwirtschaftlich“, erklärte sie. Ausreichend große Räume in einer sinnvollen Anordnung könnten dort, wenn überhaupt, nur unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel abgebildet werden. Dem Ortsrat müssten jetzt zügig Pläne vorgestellt werden. Ein Anbau einer Mensa mit durchdachten Möglichkeiten für den Ganztag schafft Platz im Bestandsgebäude.

„Das Argument der Verwaltung, dass mit sinkenden Schülerzahlen zu rechnen ist, lassen wir nicht gelten. Auch für die Anzahl der zu erwartenden Schülerinnen und Schüler muss der Unterricht in ansprechenden und angemessenen Räumen möglich sein“, erklärte die CDU-Ortsratssprecherin.

bri / red, 24.07.2016, 12:05
Redakteure LON

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