Trotz Ziehen im Kreuz aktiv bleiben

Gesundheit. 

Wenn der Schmerz bei einer ruckartigen Bewegung plötzlich ins Kreuz schießt, geht häufig erst einmal gar nichts mehr. „In den meisten Fällen haben Kreuzschmerzen eine relativ harmlose Ursache wie ein blockiertes Lendenwirbelgelenk oder eine Zerrung der tiefen Rückenmuskulatur“, erklärt Claudia Barber, Physiotherapeutin und Rückenschullehrerin bei der AOK in Hannover, anlässlich des heutigen Rückengesundheitstages. Die Schmerzsignale solle man aber auf alle Fälle als Warnschuss betrachten: Der Rücken könnte besser in Form sein, sonst würde er nicht streiken.

Bei akuten Rückenschmerzen hilft oft Wärme. Der einfachste Weg den Rücken warm zu halten, ist winddichte, warme Kleidung. Auch ein Wannenbad mit Kräuterzusätzen wie Melisse, Rosmarin oder Lavendel löst schmerzende Muskelverkrampfungen. Hilfreich können auch Rheumasalben oder Wärmepflaster sein. „Bei anhaltend starken Schmerzen sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Haben die Beschwerden keine schwerwiegenderen Ursachen, ist allerdings Bewegung die beste Therapie“, betont die AOK-Expertin. Sie rät, sich nicht lange ins Bett zu legen, sondern möglichst schnell wieder aktiv zu werden und die Rückenmuskulatur langfristig durch Sport zu kräftigen. Schwimmen, Rad fahren, Nordic Walking oder Wandern eignen sich hierfür besonders gut. Wichtig sei allerdings, sich nicht gleich wieder mit voller Kraft, sondern anfangs erst einmal vorsichtig zu bewegen.

„Manchmal reichen einfache Veränderungen, um das Kreuz zu entlasten“, sagt Claudia Barber: Im Stehen telefonieren, die Treppe statt den Aufzug benutzen oder bei öffentlichen Verkehrsmitteln eine Station eher aussteigen. Um Verspannungen vorzubeugen, sei es sinnvoll, jede halbe Stunde ein paar Schritte zu gehen und die Rückenmuskulatur zu bewegen. Letztlich sollte eventuell vorhandenes Übergewicht reduziert werden, da jedes Pfund zu viel den Rücken belastet.

AOK Niedersachen/Carsten Sievers, Foto: AOK Niedersachsen, 15.03.2016, 04:40
Redakteure LON

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