Was wird aus der "Alten Schmiede"?

Arnum. 

48 neue, geförderte und barrierefreie Wohneinheiten sollen auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Alte Schmiede“ in Arnum entstehen. Das vorhandene Gebäude solle hierfür abgerissen werden, wie der Bauherr der Verwaltung der Stadt Hemmingen mitteilte. Insgesamt drei neue Gebäudeteile sollen u-förmig konzipiert werden. Entlang der Bundesstraße 3, auch bekannt als Göttinger Straße, soll der Gebäudekomplex dreigeschossig werden, die beiden seitlichen Baukörper sind viergeschossig geplant. Ausschließlich kleine Ein- und Zweizimmer-Mietwohnungen sind geplant, die jeweils 45 und 60 Quadratmeter groß sein sollen. Wie das zuständige Architektenbüro mitteilte, sollen die entsprechenden Fördermittel zeitnah beantragt werden. 20 Stellplätze soll es für die Bewohner des neuen Wohnkomplexes geben. Insgesamt soll es zwei Zufahrten zu den Plätzen geben, die die Signallampe sowie die Kreuzung am Klapperweg nicht beeinträchtigen sollen.

Architekt Markus Panske betonte, dass weder das dreigeschossige, noch die beiden viergeschossigen Gebäudekomplexe die Häuser in der Umgebung überragen. „Wir haben uns zudem darum bemüht, das Gebäude an die Umgebung anzupassen“, so Panske.

Jens Beismann von der SPD betonte, dass er die neuen Wohneinheiten in Arnum begrüße. „Unsere Fraktion verfolgt schon länger das Ziel, mehr Wohnraum zu schaffen.“ Allerdings habe der Fraktionsvorsitzende erhebliche „Bauchschmerzen“, aufgrund der vorgestellten Umsetzung. Auch die Stellenplätze seien, aufgrund der Lage des Grundstücks, zu wenig. Auch die Grünen, die CDU und die Gruppe DUH/BfH unterstützten die Aussagen der Sozialdemokraten. Svanburga von Alten-Rilinger von der CDU bezeichnete das Gebäude als „mächtiger Klotz“. „An sich finde ich den Entwurf nicht schlecht, allerdings passt er nicht in das Gesamtbild von Arnum.“

Panske erklärte, dass entlang der B3 genug Parkplätze an der Straßenseite zur Verfügung stehen. Axel Schedler von der Verwaltung betonte, dass diese auch in „angemessener Nähe“ zum Wohngebäude stehen würden. „Wir wollen den Innenhof des geplanten Gebäudes ungerne zu asphaltieren, um dort Stellplätze zu schaffen. Eine Tiefgarage ist auch nicht wirtschaftlich realisierbar.“

Auch die Bürger hatten die Möglichkeit, ihre Fragen an den Architekten und den Ausschuss zu stellen. Ein Bürger bezeichnete die geplante Umsetzung als „langfristigen Schaden, der dort entstehen wird“, da der Ortskern Arnums so abgewertet, statt aufgewertet werden würde.

Eine Entscheidung wurde nicht getroffen, da die SPD sich die Unterlagen nicht ansehen konnte. „Wir haben jetzt zwei Monate Zeit ein Statement abzugeben, sonst sind die Planungen so beschlossen, wie sie uns vorliegen“, erklärte Jens Beismann. Panske will die Anregungen und Wünsche der Bürger und Ausschussmitglieder nun mit in die weiteren Planungen einfließen lassen, kann allerdings nicht versprechen, „dass alles berücksichtigt werden kann“.

cms, 11.08.2016, 12:48
Redakteure LON

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