Tablets für den Streifendienst: "Mehr Einsatzzeit auf der Straße"

So funktioniert es: Hauptkommissarin Kathrin Priebe zeigt Minister Boris Pistorius, wie das Tablet im Streifendienst verwendet wird.Polizeichef Christoph Badenhop und Hauptkommissarin Kathrin Priebe warten auf die Übergabe der neuen Tablets.Kathrin Priebe präsentiert stolz das neue Tablet, das von nun den Streifendienst begleiten wird.

Ronnenberg / Hemmingen / Wennigsen / Gehrden. 

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat nach erfolgreichem Pilotprojekt den Startschuss für die landesweite Verteilung von Tablets an die Polizei Niedersachsen gegeben. Start war beim Polizeikommissariat (PK) Ronnenberg, das seine Beamte zukünftig mit zwei Tablets ausstatten wird.

Zwei Tablets sollen von nun an den Funkstreifenwagen zur Verfügung stehen. "Wir haben das Vorgangsbearbeitungsprogramm vom Kommissariat als App auf dem Gerät. So können wir direkt vor Ort Informationen über Personen sammeln, Vorgänge bearbeiten und sparen uns so sehr viel Zeit", erklärte Kathrin Priebe, Hauptkommissarin des PK Ronnenberg. So können Berichte beispielsweise direkt vor Ort ins System eingegeben werden. Das verschaffe der Polizei mehr Zeit für Einsätze. Priebe selber arbeitete am Pilotenprojekt mit. "Ich habe mich beworben, weil ich mitwirken wollte", erklärte sie. Auch Polizeichef Christoph Badenhop ist begeistert: "Kathrin Priebe hat heute ihren ersten Arbeitstag und bringt viel Wissen bei uns ein."
Im Rahmen des landesweiten Rollouts werden rund 500 Endgeräte stufenweise an die Polizeibehörden übergeben und in Betrieb genommen. Die Polizeidirektion Hannover erhält als erste Behörde 45 Tablets. Weitere Polizeidirektionen werden folgen. Auch in den kommenden Jahren soll die Geräteanzahl nach und nach erhöht werden.

Die Tablets sind mit einem speziell gesicherten Betriebssystem ausgestattet, um insbesondere den hohen Anforderungen an die Informationssicherheit Rechnung zu tragen und die personenbezogenen Daten optimal zu schützen. Mit ihnen können die Beamten schnell und unkompliziert polizeiliche Informations- und Auskunftssysteme mobil nutzen. Möglich sind beispielsweise der Zugriff auf Fahndungssysteme und die Durchführung von Anfragen beim Kraftfahrtbundesamt sowie die Erfassung von Vorgängen im Vorgangsbearbeitungssystem.

cms, 13.06.2016, 15:05
Redakteure LON

Kommentare

brischa - , 14.06.16 10:34:
Sehr schöner Bericht. Aber was ist ein "speziell gesichertes Betriebssystem"? Ist das neu entwickelt? Soweit ich weiß gibt es Linux, Windows, Android und iOS.
Wäre auch interessant, ob die Daten abgefragt werden können, wenn man den Führerschein nicht dabei hat.

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