Selbstbestimmt Leben - Was kann die Politik tun?

Hemmingen. 

Zur Kommunalwahl stellte L.ON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Hemmingen bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Wie wollen Sie ermöglichen, dass Senioren möglichst lange in ihrem Wohnheim leben können?

SPD: Kurt Pages

„Die SPD Hemmingen tritt dafür ein, dass Seniorinnen und Senioren möglichst lange selbstbestimmt in ihren Wohnungen leben können. Deshalb werden wir die entsprechenden Angebote wie den Senioren-Einkaufsdienst oder den Seniorenservice des Seniorenbeirates unterstützen. Darüber hinaus fordern wir weiterhin den Bau barrierefreier und vor allem bezahlbarer Wohnungen – insbesondere für Alleinstehende mit geringerem Einkommen. Wir verwahren uns gegen abschätzige Äußerungen, wenn dringend notwendige Maßnahmen im sozialen Wohnungsbau geplant und umgesetzt werden sollen.“

CDU: Ulff Konze

„Hemmingen soll für ältere Menschen attraktiv sein. Deshalb muss die Infrastruktur in Hemmingen seniorenfreundlich sein, z.B. auch mit ausreichend Sitzgelegenheiten. Dafür wollen wir in der kommenden Wahlperiode ein 100-Bänke-Programm auflegen. Achten müssen wir darauf, dass in neunen Baugebieten auch Wohnungen für ältere Menschen entstehen.

Hemmingen muss aber auch für jüngere Menschen attraktiv bleiben. Deshalb brauchen wir ausreichend Betreuungsplätze und gute Schulen.“

Grüne: Ulrike Roth

„Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Ambulante Betreuung durch Pflegedienste ist für viele eine Alternative zum Pflegeheim. Der Verbleib zu Hause scheitert leider oft an der baulichen Situation, denn Wohnungen in Mehrfamilien- und Reihenhäusern lassen sich meist nicht barrierefrei umgestalten. Das Angebot an bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen muss erhöht werden. Der geplante Standort an der Alten Schmiede ist wegen der zentralen Lage und der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sehr gut für Seniorenwohnen geeignet und sollte weiterhin mit einem möglichst hohen Anteil an Belegrechten (geförderter Sozialwohnungsbau) entwickelt werden.“

DUH: Wolf Hatje

„Schon seit vielen Jahren halten wir es für richtig, Wohnraum für Senioren in allen Stadtteilen zu vertretbaren Preisen zu entwickeln. Hinzu kommt die Versorgung z.B. mit Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, kulturellem Angebot und einer guten Erreichbarkeit durch den öffentlichen Nahverkehr. An diesen Überlegungen werden wir festhalten und dabei alle sich bietenden Chancen zur Realisierung nutzen.“

Einzelkandidat: Albrecht Beutnagel

„Schaffung von altersgerechtem Wohnraum und entsprechender Infrastruktur in gewohnter Umgebung in städtischer Hand, um Standards und Kosten zu kontrollieren.“

cms, 09.09.2016, 00:35
Redakteure LON

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