"Schlichte Lösung mit spritziger Wirkung"

Bernd Heimhuber, Geschäftsführer der enercity Netzgesellschaft und Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida stoßen mit frisch gezapften Trinkwasser aus der neuen Leitung an.

Arnum . 

Von 3,4 Bar auf 4,7 Bar: Die neu errichtete enercity-Druckerhöhungsanlage schafft eine Verbesserung der Wasserdruckverhältnisse in Arnum. Bisher wurde der Hemminger Ortsteil über eine im Durchfluss begrenzte Verteilnetzleitung der Nennweite DN 200 versorgt. Die alte Anlage war in Hemmingen-Westerfeld errichtet worden. Mit der neuen 200.000 Euro teuren Anlage beim Campingplatz an der Wilkenburger Straße wird der Ortsteil über eine zentrale 400er-Transportleitung deutlich sicherer mit Wasser versorgt. Das Provisorium in Hemmingen soll nun abgeschaltet werden. Auf die neue Wasser-Druckerhöhungsanlage stießen Hemmingens Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida und Bernd Heimhuber, Geschäftsführer der enercity Netzgesellschaft mbH mit vor Ort frisch gezapftem Trinkwasser an.

„Die Verbesserung der Wasserversorgung können die Arnumer am eigenen häuslichen Wasserhahn erleben. Der sich bei hoher Wasserabnahme oder höheren Gebäuden reduzierende Wasserdruck gehört endlich der Vergangenheit an“, freut sich Schacht-Gaida. Mit dem optimierten Versorgungsdruck stellt die enercity netz auch Löschwasser für den Grundschutz im Gewerbegebiet ohne zusätzliche Schaltmaßnahmen sicher. Dies schafft deutlich verbesserte Voraussetzungen für die Löscharbeiten der Feuerwehr im Brandfall. Die in einem Container untergebrachte Druckerhöhungsanlage enthält eine Pumpe mit Stromrichter-Antriebsmotor sowie die zugehörige Mess- und Steuerungstechnik. Die neue Anlage hat enercity im April beim Campingplatz aufgestellt und nachfolgend an das Strom- und Wassernetz angeschlossen. Seit einem Monat läuft die Anlage Probe. "Kleine Fehler konnten wir bereits schnell beheben", freut sich Heimhuber. Dietmar Juschkewitz von der Stadt erklärte, dass das Wasser sich kurzzeitig etwas verfärben kann: "Das liegt daran, dass sich Ablagerungen lösen können. Diese sind allerdings gesundheitlich unbedenklich."

An der alten 200er-Leitung im Bereich der Göttinger Landstraße hatten Messungen ergeben, dass diese durch Ablagerungen erheblich leistungseingeschränkt war. Den dort entstehenden Druckverlust konnte die seit 2001 im Süden von Hemmingen-Westerfeld bestehende temporäre Anlage nicht mehr kompensieren. Dies war der Anstoß zur aktuellen Veränderung des Wassernetzkonzepts für Arnum. Mit dem  erfolgreichen Probebetrieb der neuen Druckerhöhungsanlage in Arnum  kann die bisherige Druckerhöhungsanlage in Hemmingen-Westerfeld abgebaut werden. „Wir sind der Stadt Hemmingen sehr verbunden, weil sie uns für die bisherige Anlage einen Standort auf ihren Betriebshof ermöglicht hat - dieser Platz wird nun wieder frei“, bedankt sich Heimhuber.

cms, 22.09.2016, 10:51
Redakteure LON

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