Neubau und Gewerbe: Wie geht es weiter?

Hemmingen. 

Zur Kommunalwahl stellte L.ON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Hemmingen bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Gibt es Planungen für Gewerbegebiete in Hemmingen? Sind weitere Neubaugebiete in Planung?

SPD: Anette Wnendt

„Die Stadtplanung ist am Alltagsleben der Hemminger Bürger auszurichten. Wir werden die bereits vorhandenen Baugebiete erweitern und weitere Neubaugebiete z. B. in Harkenbleck entwickeln. Durch den geplanten Hochwasserschutz können weitere neue Flächen gewonnen werden, die derzeit noch in bedrohten Bereichen liegen. Gleichzeitig werden wir uns für die Erstellung eines Gebäude-, Baulücken- und Leerstandskatasters zum Aufzeigen von Möglichkeiten der Nachverdichtung bereits vorhandener Bebauung einsetzen.“

CDU: Ulff Konze

„Vorrang vor der Ausweisung neuer Gewerbegebiete muss die Auslastung vorhandener Gebiete haben. Die B3-Umgehung schafft aber zusätzliche Chancen, die es mit Augenmaß zu nutzen gilt. Das gilt auch für die Ausweisung neuer Baugebiete. Gründlichkeit vor Schnelligkeit und alles mit Augenmaß ohne Überforderung der Menschen in den bestehenden Wohnquartieren, das ist unsere Leitlinie.“

Grüne: Ulrike Roth

„Hemmingen braucht derzeit keine neuen, sondern funktionierende Gewerbegebiete. In Arnum und HemmingenWesterfeld stehen große Areale leer. Diese müssen vorrangig wieder belebt werden, bevor über Neuausweisungen nachgedacht wird. Im Bereich des Deveser Kreuzes sehen wir kein Erweiterungspotenzial: die Verkehrssituation auf der Weetzener Landstraße steht ohnehin schon fast jeden Tag vor dem Kollaps und wird auch nach dem Bau der B3 neu problematisch bleiben. Neue Wohngebiete müssen über einen Anschluss an das öffentliche Nahverkehrsnetz verfügen. Nur so ist eine nachhaltige Siedlungsentwicklung machbar. Die Stadtbahn bietet hier neue Chancen. Die Entwicklung der neuen Fläche 60 zwischen Glende und der Bebauung an der Weetzener Landstraße wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Erweiterung in Arnum West ist aus unserer Sicht wegen der fehlenden Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und dem Fehlen eines Verkehrskonzeptes nicht umsetzbar. In den kleineren Ortschaften sind moderate Siedlungsentwicklungen möglich. So z.B. in Harkenbleck oder in Hiddestorf am Wiesenweg.“

DUH: Wolf Hatje

„Wir sehen eine moderate Ausweisung von Bauland und die Entwicklung von Gewerbeflächen sowie die Stärkung des Stadtmarketings es als wichtige Aufgaben für die kommenden Jahre an. Dabei muss die jeweilige Struktur der einzelnen Stadtteile berücksichtigt werden.“

Einzelkandidat: Albrecht Beutnagel

„Über die Planungen des derzeitigen Stadtrates bin ich nicht ausreichend informiert, im Sinne der Verbesserung der Haushaltssituation halte ich die weitere Ausweisung entsprechender Gebiete für sinnvoll. In meiner Vorstellung: Ja.“

cms, 07.09.2016, 00:21
Redakteure LON

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