Mobiler Bürgerkoffer, attraktivere Rats- und Ausschusssitzungen, sichere Schulbushaltestelle

Unterwegs zum Bürger: Mithilfe eines mobilen "Bürgerkoffers" könnten Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Hemmingen die Behördensachen der Bürger vor Ort regeln.

Hemmingen. 

Gleich drei Anträge legte die parteilose Wählergruppe "Die Unabhängigen Hemminger" (DUH) in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag vor. 

Bürgerkoffer: Mit einem mobilen Bürgerservice soll es den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtgebiet Hemmingen leichter gemacht werden, ihre Behördenangelegenheiten zu klären. Mit einem sogenannten "Bürgerkoffer" könnten Mitarbeiter der Stadt in den Ortsteilen unterwegs sein und die nachfragenden Bürger zu Hause. Von diesem Service könnten vor allem ältere und immobile Menschen profitieren. Auch sei eine flexible Anpassung an die terminlichen Bedarfe von Berufstätigen möglich. 

Der Hintergrund sei, so die Begründung der DUH, dass ein Bürgerbüro nur im Rathaus und in Arnum zur Verfügung stehe. Alle anderen Stadtteile würden nicht über ein entsprechendes Angebot verfügen.

Bundesweit sind bereits in rund 60 Kommunen "Bürgerkoffer" im Einsatz. Die Koffer enthalten modernste technische Geräte, mit denen zum Beispiel Adressänderungen im Ausweis oder die Reisepassverlängerung durchgeführt werden können.

Rats- und Ausschusssitzung sollen attraktiver werden: Schluss mit kommunalpolitischen Debatten vor leeren Stuhlreihen. Die Verwaltung soll ein Konzept für einen Workshop entwickeln, in dem Bürger sowie Vertreter aus Fraktionen und Verwaltung gemeinsam überlegen, wie Gremiensitzungen attraktiver gestaltet werden können. "Die Leute interessieren sich nur noch, wenn sie persönlich betroffen sind", bedauerte DUH-Vorsitzender Wolf Hatje die aktuelle Situation.

Einige Vorschläge, mit welchen Instrumenten dies zu ändern sei, hat die DUH in ihrem Antrag genannt: Infos zu den Sitzungen über die Medien im Vorfeld verbreiten, Sitzungsunterlagen bereit halten, vor Beginn der Sitzung den Sachstand erklären und Präsentationsmedien einsetzen.

Bevor ein öffentlicher Workshop beginnt, will die Stadt Hemmingen intern über das Thema diskutieren und Ideen finden.

Schulbushaltestelle "Im Dorffeld": Diese Haltestelle wird derzeit zweimal am Tag angefahren. Rund 16 bis 18 Kinder steigen dort ein und aus. Um die Nutzung dieser Haltestelle sicherer zu machen und an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen, soll die Verwaltung Vorschläge entwickeln, die laut DUH diese Kriterien berücksichtigen: Verbreitung des Bürgersteigs im Bereich der Haltestelle, Überdachung, Beleuchtung, Beschilderung und Markierung auf der Straße sowie eine sichere Begrenzung zum angrenzenden Grundstück.

Die Ratspolitiker gaben in allen Fällen grünes Licht. Die Fachgremien sind nun aufgefordert, die Umsetzung zu prüfen und entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

tri, Foto: Symbolfoto, Pixabay, 28.11.2016, 00:30
Redakteure LON

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