Mit 3D-Drucker zum Spielzeugproduzenten

Sebastian Schröder, Sebastian Friedrich, Angelika Schwarzer-Riemer und Dr. Uwe Groth (von Links) mit den Teilnehmern der Schülerfirma.Sebastian Schröder stand den Schülern für Fragen zur Software zur Verfügung.Zunächst arbeiteten die Schüler mit der Software von TinkerToys.Jonas Schmidt (14) und Nico Schienmann (14) wissen schon, wie es geht.

Hemmingen. 

Die KGS Hemmingen startet im neuen Schuljahr mit einer weiteren Schülerfirma. Diese beschäftigt sich mit dem Design, der Produktion und dem Verkauf von individuell gestalteten Spielzeugen. Das wird mit der von den Schülern selbst zusammengebauten 3D-Drucker produziert. Um den am Projekt teilnehmenden Schülern die Arbeit zu erleichtern und sie an das Thema heranzuführen, gaben zwei Gründer des Unternehmens "TinkerToys" einen Einführungskurs. Das Unternehmen aus Magdeburg wurde vor zwei Jahren von Studenten gegründet, und stellt mit dem 3D-Druckverfahren ebenfalls Spielzeug her. Sebastian Schröder und Sebastian Friedrich von "TinkerToys" stellten den Schülern ihre selbst hergestellte Software zur Verfügung und gaben eine Einführung in das Programm. Unterstützt werden die Neuntklässler vom technischen Profil auch von der Initiative Jugend entdeckt Technik (JeT) vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Uwe Groth, Vorsitzender des Bezirksvereins Hannover des VDI, war vor Ort in der Schule und erklärte den Nutzen, den die Schüler aus solchen Projekten ziehen. „Dieses Projekt ist hervorragend. Junge Menschen werden sehr nah an die Technik herangeführt und sie haben bereits jetzt Berufsvorbereitung“, lobte Groth.

Dabei ginge es nicht nur um graue Theorie: Die Tätigkeit werde von den Schülern selbst ausgeübt. Wem das gefällt, kann schon jetzt für sich überlegen, ob er später in diesem Bereich arbeiten möchte. Die KGS Hemmingen ist bundesweit die erste Schule, die so ein Projekt vorweisen kann.

Das längerfristige Ziel der Schülerfirma ist es, nach der Produktion auch Spielzeug zu verkaufen. „Ich bin sicher, dass durch die Individualität der einzelnen Spielzeuge auch Nachfrage entsteht“, sagte Angelika Schwarzer-Riemer, Technikbeauftragte der Schule.

Ein weiterer CeBIT-Auftritt der Firma ist ebenfalls geplant.

luk, 05.09.2016, 15:48
Redakteure LON

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