Hilfe aus Wilkenburg bei langer Wegstrecke

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Wilkenburg. 

Beim Übungsdienst wurde die Ortsfeuerwehr Harkenbleck von der Ortsfeuerwehr Wilkenburg unterstützt. Ausbildungsthema war die Löschwasserförderung über lange Wegstrecken, denn bei größeren Bränden ist oft ein massiver Löschwassereinsatz erforderlich. Aus den zum Brandobjekt in unmittelbarer Nähe befindlichen Hydranten kann in der Regel für solche Einsätze nicht genügend Wasser gefördert werden. Um trotzdem genügend Löschwasser bereitstellen zu können, wird dieses dann von anderen Löschwasserentnahmestellen wie zum Beispiel weiteren Hydranten, Brunnen oder Teichen entnommen. Hierzu muss das Wasser oft über mehrere hunderte Meter an die Einsatzstelle gefördert werden. Aufgrund des Druckverlustes in den Schläuchen werden in bestimmten Abständen Feuerlöschkreiselpumpen zwischengeschaltet. Um genügend Pumpen einsetzen zu können, unterstütze die Ortsfeuerwehr Wilkenburg mit zwei Kameraden und dem Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) die Harkenblecker.

Zunächst wies der stellvertretende Ortsbrandmeister und Übungsdienstleiter Heiko Schottmann die 23 anwesenden Feuerwehrleute an, eine Wasserversorgung über 300 m und einen Wasserwerfer aufzubauen. Dazu wurden insgesamt 21 Schläuche (insgesamt 400 m Schlauchmaterial) verlegt. Mit der Tragkraftspritze aus Harkenbleck wurde das Löschwasser aus einem Unterflurhydranten an der Arnumer Straße entnommen und bis zur Vorbaupumpe des Löschgruppenfahrzeuges (LF 8) der Harkenblecker Wehr gefördert. Von der Vorbaupumpe wurde das Wasser dann über die Arnumer Straße bis zur Tragkraftspritze der Ortsfeuerwehr Wilkenburg an der Apfelchaussee gepumpt und von dort wurde das Wasser dann über einen Wasserwerfer abgegeben. Das direkte Schalten mehrerer Pumpen hintereinander wird als geschlossenes System bezeichnet. Anschließend wurde die Vorgehensweise bei dem offenen System trainiert. Hierzu wurde das Wasserbecken der Ortsfeuerwehr Harkenbleck aufgebaut, welches ein Fassungsvermögen von 10.000 Litern hat. Das Löschwasser wird zunächst in das Wasserbecken befördert und von dort dann auch wieder hinaus zur nächsten Pumpe oder Brandstelle gepumpt. Der Vorteil bei dem offenen System ist der vorhandene Puffer. Fällt eine Pumpe vor dem Wasserbecken aus oder ein Schlauch platzt, kann aufgrund des Puffers trotzdem über mehrere Minuten das Löschwasser aus dem Wasserbehälter entnommen werden, ohne das die Wasserversorgung unterbrochen wird. In der Zwischenzeit können defekte Pumpen oder Schläuche ausgetauscht werden. Bei einem geschlossenen System mit der geschlossenen Schaltreihe muss bei einem Problem die Wasserversorgung unterbrochen werden.

Zum Ende des Dienstes ließ der Übungsdienstleiter Heiko Schottmann eine zweite Wasserentnahmestelle und einen zweiten Wasserwerfer aufbauen, um die maximale Fördermenge aus zwei Hydranten zeitgleich ermitteln zu können. Zurück am Gerätehaus hatten die Harkenblecker die Möglichkeit, noch einmal in Ruhe das Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) der Wilkenburger zu besichtigen.

cms / Lennart Fieguth, 14.09.2016, 09:55
Redakteure LON

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