"Gemeinsam für Integration"

Foto: Gerhard Ney / Das interkulturelle Café bringt alle Bürger zusammen.

Hemmingen. 

Zur Kommunalwahl stellte L.ON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Hemmingen bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Was kann die Politik tun, um die Integration gelingen zu lassen?

SPD: Kerstin Schönamsgruber

„Die Notlage der Flüchtlinge, die der Stadt Hemmingen zugewiesen wurden, konnte durch einen beispiellosen Einsatz von Ehrenamtlichen, dem „Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge“ u. a. gemildert werden Diesen Einsatz werden wir weiterhin unterstützen. In diesem Zusammenhang halten wir die Umwandlung der derzeitigen Koordinatorenstelle in eine hauptamtliche Stelle für zwingend erforderlich.

Damit keine Parallelwelten in unserer Gesellschaft entstehen, ist dringend die Förderung von Sprachkenntnissen und Qualifizierungsmaßnahmen notwendig, um als nächsten Schritt die Integration in den Arbeitsmarkt und somit neue Alltagsstrukturen zu erreichen.“

CDU: Ulff Konze

„Wichtig ist die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Unterstützerstrukturen auf die Menschen zu konzentrieren, die nach dem Asylrecht eine Bleibeperspektive haben. Menschen mit Bleibeperspektive müssen im Mittelpunkt der Integrationsbemühungen stehen. Das gilt ebenso für die dezentrale Unterbringung, für Sprachkurse und Arbeitsgelegenheiten.“

Grüne: Ulrike Roth

"Mit dem Flüchtlingskoordinator sind wir auf einem guten Weg, denn der Aufbau und die Förderung von Netzwerken und insbesondere die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen sind elementar für die Integration. Die Vermittlung von Arbeit und Beschäftigung muss aber noch deutlich unbürokratischer werden. Sprachkurse für alle sind der Schlüssel für Integration.
Die Integration kann auch durch politische Teilhabe gefördert werden, z.B. durch einen Integrationsbeirat. Alle Einrichtungen von Kita über Musikschule, Vereine und die Feuerwehren müssen bei der Integration unterstützt werden."

DUH: Wolf Hatje

„Die derzeitige Betreuung der Flüchtlinge in Hemmingen ist unseres Erachtens sehr erfolgreich durch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer im Netzwerk für Flüchtlinge, durch den Koordinator für die Flüchtlingsarbeit und die Mitarbeiter im sozialen Dienst der Stadt. Gleichwohl gibt es vielfältige Aufgaben zur Integration, insbesondere eine möglichst unbürokratische und qualifizierte Vermittlung von Sprachkenntnissen und eine schnelle Eingliederung in die Arbeitswelt. Hier kann die Stadt als Vermittler und Impulsgeber wirken.“

Einzelkandidat: Albrecht Beutnagel

„Wir müssen eine Willkommensinfrastruktur aufbauen. Flüchtlinge müssen Zugang zu Sprachkursen sowie Angeboten aus Sport und Kultur bekommen.“

cms, 06.09.2016, 09:43
Redakteure LON

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