Betreuungsplätze sicherstellen, aber wie?

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Hemmingen. 

Zur Kommunalwahl stellte L.ON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Hemmingen bewegen. Jeden Tag wird eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

Wie wollen Sie sicher stellen, dass beim Zuzug von jungen Familien mit Kindern ein Betreuungsplatz sichergestellt werden kann?

SPD: Kerstin Liebelt

„Da über die späteren Bildungschancen schon im Kleinkindalter entschieden wird, setzen wir uns für eine Erweiterung des vorschulischen Betreuungsangebotes in unserer Stadt ein und fordern den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bereits ab dem zweiten Lebensjahr. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung wurde in Hemmingen vorbildlich für die Region erfüllt. Sanierungsbedürftige Einrichtungen wie den Kindergarten an der Berliner Straße werden wir je nach Notwendigkeit modernisieren, von Grund auf sanieren oder neu bauen. Wir wollen dafür sorgen, dass auch weiterhin niemand abgewiesen werden muss, wenn ein Platz in einer Kinderkrippe, in einem Kindergarten oder in einem Hort gebraucht wird. Die erfreuliche Entwicklung und große Akzeptanz des Hortangebots an den Hemminger Grundschulen sprechen dafür, dass mittelfristig ein Ganztagsschulangebot auch für die Grundschulen erforderlich sein dürfte. In enger Abstimmung mit den Eltern, Schülervertretungen, Schulen und dem Schulträger wollen wir deshalb sinnvolle und von den Betroffenen akzeptierte Ganztagsschulangebote konzipieren. Unverzichtbar ist für uns, dass die Grundschulen in den einzelnen Ortsteilen erhalten bleiben müssen.“

CDU: Ulff Konze

„Bisher ist es in Hemmingen grundsätzlich gelungen, ausreichend Kinderbetreuungsplätze für die verschiedenen Altersstufen bereit zu stellen. Das soll so bleiben. Dazu bedarf es einer vorausschauenden Planung und die Bereitschaft, in neue Gebäude zu investieren, wenn zusätzliche Plätze notwendig werden sollten. Dazu sind wir bereit.“

Grüne: Ulrike Roth

„Die bisher sehr gute Betreuungssituation in Hemmingen zieht viele junge Familien an – was erfreulich ist. Vor diesem Hintergrund muss das Angebot aber bedarfsgerecht ausgebaut werden, nicht zuletzt weil die Stadt gesetzlich dazu verpflichtet ist, für alle Kinder einen Platz in einer Krippe, einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte zur Verfügung zu stellen. Sollte es zu Engpässen kommen, müssen ggf. zur kurzfristigen Abdeckung temporäre Lösungen gefunden werden.

Ein besonderes Problem stellt die heutige Hortsituation dar. Kinder, die heute in der Krippe sind, sind morgen im Kindergarten und übermorgen in der Grundschule. Die Eltern erwarten hier eine Ganztagsbetreuung. Räumlich sind die Horte am Limit angelangt. Gemeinsam mit den Schulen und der Elternschaft müssen ganztägige Betreuungskonzepte entwickelt werden, die keinen zusätzlichen Raumbedarf erfordern.“

DUH: Wolf Hatje

„Die Kinderbetreuung ist in Hemmingen u.E. gut geregelt. Auch für die Zukunft ist es notwendig, auf den Bedarf an Betreuungsangeboten durch z.B. den Ausbau von Kindertagesstätten schnell und angemessen zu reagieren.“

Einzelkandidat: Albrecht Beutnagel

„Vorausschauende Planung von Kita- und Hortplätzen und Personal war schon immer eine Domäne der Hemminger Verwaltung, die sich eventuell in Details in Absprache mit der Elternschaft noch verbessern lässt.“

cms, 11.09.2016, 00:55
Redakteure LON

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