Behindertenbeauftragte sagt Adieu

Foto: Stadt Hemmingen

Hemmingen. 

Hemmingens Behindertenbeauftragte Ursula Petersen hat nach sechs Jahren ihr Amt niedergelegt. Die Arnumerin merke jetzt, dass sie nicht mehr so belastbar sei. Die Stadt Hemmingen sucht deshalb zum 1. Oktober einen Nachfolger. "Der Weg ist bereitet", sagt Petersen. Ihr Thema ist die Teilhabe behinderter Menschen am Alltagsleben der Stadt Hemmingen. Von Türen, steilen Rampen und unüberwindbaren Treppen, von einer unglücklich gewählten Hintergrundfarbe auf der städtischen Internetseite, die das Lesen für Menschen mit Sehbehinderung schwer macht, von unüberlegt platzierten Bänken, von Aufzügen und Querungshilfen an Straßen: "Manchmal sind es Kleinigkeiten, die dazu beitragen, dass Barrieren schwinden", so die ehemalige Behindertenbeauftragte. Dabei müsse nicht jede Veränderung mit enormen Summen zu Buche schlagen. "Manches kostet nichts, erfordert aber einen anderen Blick", sagt Petersen. Sie hoffe, dass die Stadt Hemmingen schnell eine geeignete Person finde, die das Amt übernehmen möchte. "Das ist ein sehr sinnvolles Amt, das ich immer gern ausgeübt habe." Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida bedankte sich bei Ursula Petersen für ihr Engagement. Dass es hin und wieder unterschiedliche Meinungen gebe, gehöre zur Natur der Sache. "Sie hinterlassen große Fußstapfen."

Wer sich auf das Amt des Behindertenbeauftragten bewerben möchte, kann das noch bis zum 31. Juli bei der Stadt Hemmingen tun.

cms, Stadt Hemmingen, 23.06.2016, 00:12
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?